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Der neue Versorgungsarzt Marc Block.

Corona-Pandemie in Ebersberg

Neues Corona-Konzept für den Landkreis Ebersberg: Covid-Schwerpunktpraxen und Isolierstation im Altenheim

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Neues Konzept zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Landkreis: sechs Covid-Schwerpunktpraxen, Entlastungspraxen und Isolierstation im Altenheim.

Landkreis - Im Krisenstab am Dienstagmorgen hat Versorgungsarzt Marc Block ein Konzept zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Krise vorgestellt: Zunächst sollen sechs Covid-Schwerpunktpraxen implementiert werden, die im Rotationsprinzip arbeiten, teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Neun Facharztpraxen sollen zur Entlastung der Kreisklinik einspringen. Zum Schutz der Bewohner vor Infektionen in Seniorenheimen wird pro Heim nur noch ein Arzt tätig sein.

Kein Bewohner in einem Altenheim im Landkreis infiziert

Auf Alten-, Senioren- und Behinderteneinrichtungen liege in diesen Tagen ein ganz besonderes Augenmerk, da ältere Menschen ein höheres Risiko haben, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Trotz bisher 192 Corona-Infizierter im Landkreis Ebersberg, von denen bereits 64 als geheilt gelten, sei derzeit kein Bewohner in einem Altenheim im Landkreis Ebersberg infiziert, so das Landratsamt. Das spreche für das gute Hygienemanagement in den vierzehn Alten- und Seniorenheimen des Landkreises. Mit der weiter steigenden Zahl an Infizierten steige jedoch der Infektionsdruck auf die Altenheime. Einen 100-prozentigen Schutz vor Ansteckung gibt es nicht.

Was tun bei Corona-Infektionen in Altenheimen?

Im Krisenstab des Landratsamtes werde daher intensiv geprüft, welche Handlungsoptionen bei Auftreten von Corona-Infektionen in Altenheimen bestehen. Zum Schutz der nichtinfizierten Heimbewohner wird geplant, alle infizierten Pflegebedürftigen auf einer Isolierstation im Altenheim zu versorgen. Durch strikte Trennung von Räumen und Personal gäbe sowohl eine gute Versorgung der Infizierten und ein sicherer Schutz der Nichtinfizierten. 

Landrat Robert Niedergesäß (CSU): „Bereits letzte Woche haben wir alle Heimbetreiber zu einem Abstimmungsgespräch eingeladen und Lösungsmöglichkeiten erörtert, alle weiteren Schritte werden eng abgestimmt.“ Über die Mailadresse fqa-katastrophenschutz@lra-ebe.de können dem Landratsamt Sorgen und Nöte mitgeteilt werden.

Ein Problem seien Besuchsverbote für die Bewohner

Ein Problem seien Besuchsverbote für die Bewohner, so das Landratsamt. Schon seit letzter Woche arbeite die Behörde an einem Konzept, mit Senioren über verschiedene Medien in Kontakt zu treten. Auch Telefonate werden dazu geplant.

Lesen Sie mehr über die wichtigsten Entwicklungen im Ebersberger Landkreis in unserem Live-Ticker!

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