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Der Bedarf an Pflege steigt. Jetzt soll eine zentrale Anlaufstelle im Landkreis Ebersberg geschaffen werden.

Landtag, kommunale Spitzenverbände und Kassen machen Weg frei

Pflegestützpunkt für Landkreis Ebersberg rückt in greifbare Nähe

Der Landkreis Ebersberg ist einen großen Schritt weiter auf dem Weg zu einem eigenen Pflegestützpunkt. Die Verhandlungen dazu dauerten Monate.

Ebersberg/München – Der stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses im Bayerischen Landtag und Ebersberger Stimmkreisabgeordnete Thomas Huber, hat zum Ende der letzten Sitzungswoche des Landtags in diesem Jahr gleich zwei gute Nachrichten im Gepäck: Zum einen hat der Bayerische Landtag in einer seiner letzten Sitzungen vor Weihnachten die gesetzlichen Voraussetzungen für das Initiativrecht der Kommunen beschlossen.

Endlich auf Rahmenvertrag geeinigt

Zum anderen konnten sich die kommunalen Spitzenverbände und die Kranken- und Pflegekassen am vergangenen Donnerstag nach monatelangen Verhandlungen endlich auf einen Rahmenvertrag einigen, der das nähere Prozedere regelt. „Diese Einigung stellt für die Kommunen tatsächlich so etwas wie einen Meilenstein dar“, so CSU-Landtagsabgeordneter Thomas Huber. Er führt aus: „Über Monate hinweg wurden sämtliche Anfragen meines Büros zum Stand der Pflegestützpunkte mit dem Verweis auf den noch auszuhandelnden Rahmenvertrag zwischen den Kassen und den Kommunalen Spitzenverbänden beantwortet. Nun kann sich unser Landkreis endlich an die Umsetzung begeben“ so Huber, der seit fast zwei Jahren auf die rasche Errichtung eines eigenen Pflegestützpunktes im Landkreis Ebersberg drängt.

Kreistag hat bereits vorgesorgt

Der Ebersberger Kreistag hat bereits vorgesorgt und sich im vergangenen Jahr auf Antrag der CSU-Kreistagsfraktion für die Errichtung eines solchen Pflegestützpunkts ausgesprochen. Pflegestützpunkte bieten eine kostenlose Beratung zu allen Themen rund um die Pflege und stehen allen Bürgerinnen und Bürgern, egal ob gesetzlich oder privat versichert, offen.

Für die Förderung von Pflegestützpunkten stellt der Freistaat 900 000 Euro zur Verfügung.

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Unkomplizierte Anlaufstelle

„Mit einem eigenen Pflegestützpunkt wollen wir Pflegebedürftigen und Angehörigen im Landkreis Ebersberg schnell und unkompliziert eine Anlaufstelle bieten und ihnen helfen“ sagt Abgeordneter Huber und ergänzt: „Es gibt seit Jahren bedingt durch den demographischen Wandel einen steigenden Bedarf an solchen Angeboten.“ Deswegen sei er sehr froh darüber, dass sich der hartnäckige Einsatz ausgezahlt habe „und wir nun hoffentlich sehr zeitnah einen ‚Ebersberger Pflegestützpunkt’ umsetzen können“.  ez

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