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Fahrverbot nach einem tödlichen Unfall. (Symbolbild)

Zwei Monate Führerscheinentzug

Rentner bekommt Fahrverbot nach tödlichem Unfall in Ebersberg

  • Robert Langer
    vonRobert Langer
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Ein Rentner aus dem Landkreis Erding erhält ein mildes Urteil am Amtsgericht in Ebersberg. Vergangenes Jahr war er in einem tödlichen Unfall beteiligt. 

Ebersberg – Zwei Monate Fahrverbot und eine deutliche Geldstrafe. Das sind die Folgen für einen Rentner aus dem Landkreis Erding für einen Unfall, bei dem Ende August 2019 auf einer Straße im Landkreis Ebersberg ein Motorradfahrer ums Leben kam. 

Es geht um die Verbindung zwischen Ebersberg und Hohenlinden in Höhe der Schafweide. Der Rentner war laut damaligem Polizeibericht mit seinem Auto abgebogen. Es kam zu einem Zusammenstoß mit einem Motorradfahrer, der wohl mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Vor dem Amtsgericht Ebersberg war laut Gutachten von bis zu 156 Stundenkilometern die Rede.

Fahrverbot: Strafe vom Gericht verringert

Zuvor hatten dem Rentner drei Monate Fahrverbot gedroht. Die Frist wurde jetzt vor Gericht verringert. Der Rechtsanwalt des Mannes hatte vor allem darauf hingewiesen, dass der Rentner seine Schuld einräume („Er bekennt sich dazu“) und damit leben müsse. Der Rentner habe sich deshalb auch inzwischen um psychologische Hilfe bemüht.

Rechtsanwalt: Mann braucht Führerschein

Deutlich machte der Rechtsanwalt auch, dass der Mann seinen Führerschein brauche, da er sich seit Jahren um seine kranke Lebensgefährtin kümmere. Hingewiesen wurde u. a. auf einen Tumor. Notwendig seien Fahrten zu Behandlungen und zum Einkaufen. Zwei Monate Führerscheinentzug seien da schon sehr hart, so der Anwalt. Das ginge auch mit einem Taxi, hielt der Staatsanwalt dagegen. 

Tödliche Verletzungen erlitt der 48-jährige Ducatifahrer bei einem Unfall. Nun sitzt der beteiligte Autofahrer vor Gericht. 

Richterin Vera Hörauf: Führerscheinentzug von zwei Monaten für den Rentner

Richterin Vera Hörauf legte schließlich einen Führerscheinentzug von zwei Monaten fest. Geringer könne die Strafe nicht ausfallen, so ihr Argument, auch schon wegen der Gleichbehandlung von anderen Betroffenen in ähnlichen Fällen.  

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