Diskriminierung per Lohnzettel

Frauen verdienen 13 Prozent weniger

Gleiche Arbeit, unterschiedliche Bezahlung: Im Landkreis Ebersberg verdienen Frauen, die in Vollzeit arbeiten, 13 Prozent weniger als Männer.

Landkreis– Das Lohngefälle hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Internationalen Frauentag mitgeteilt. Sie verweist hierbei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit.

Danach kommen Männer mit einer Vollzeitstelle im Kreis Ebersberg auf ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 3256 Euro pro Monat – Frauen hingegen nur auf 2825 Euro. In Bayern beträgt der Verdienstunterschied bei Vollzeit zwischen den Geschlechtern 17 Prozent (Männer: 3556 Euro, Frauen: 2968 Euro). 

Mangelnde Zahlungsbereitschaft der Firmen

Dies liege teils an niedrigeren Positionen, die Frauen häufig hätten, insbesondere aber auch an der mangelnden Zahlungsbereitschaft von Unternehmen.

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NGG-Gewerkschafterin Christin Stampehl spricht von einer „Diskriminierung per Lohnzettel“. Es könne nicht sein, dass Frauen bei der Bezahlung trotz gleicher Arbeitszeit systematisch den Kürzeren zögen, so die Gewerkschaftssekretärin. „Dabei sind es immer noch vor allem Frauen, die sich nach einem langen Arbeitstag um Familie und Haushalt kümmern – und das unbezahlt.“

74 Prozent aller Teilzeitkräfte sind weiblich

Auch deshalb seien sie oft gezwungen, weniger zu arbeiten. So sind aktuell 74 Prozent aller Teilzeitstellen im Kreis Ebersberg weiblich. „Gerade im Gastgewerbe und im Bäckerhandwerk ist es gang und gäbe, dass sie nur eine halbe Stelle haben – oder noch weniger“, kritisiert Stampehl.  

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