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Der 20. Februar 2020 bietet sich als Hochzeitstermin an – man kann ihn nicht so leicht vergessen. 

Heiraten am 20. 02. 2020 hilft gegen Vergesslichkeit

Damit es keinen Ärger gibt: Besonderer Tag als Eselsbrücke

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Den eigenen Hochzeitstag zu vergessen gehört auch in langjährigen Ehen zu den unverzeihlichen Fehlern. Da lohnt es sich, ein ausgefallenes Datum als Eselsbrücke zu wählen.

Landkreis – Die nächste Möglichkeit dazu bestünde am 20.02.2020: Ein Rundruf bei einigen Standesämtern im Landkreis Ebersberg bestätigt, dass sich tatsächlich Paare diesen Kalendertag für ihre Eheschließung auserkoren haben, der ihnen hoffentlich nicht nur wegen des einprägsamen Datums angenehm in Erinnerung bleiben wird. 

Drei Trauungen an einem Tag

„An dem Tag habe ich drei Trauungen. Das ist für einen Donnerstag relativ viel“, berichtet etwa der Vaterstettener Standesbeamte Andreas Ruoff. Auch im Ebersberger Rathaus gibt es bereits eine Voranmeldung, bestätigt Standesbeamtin Isabelle Grafenauer. „Aber definitiv steht das noch nicht fest“, schränkt sie ein.

Heiraten und Schlitten fahren 

Wer noch zögert, sollte sich allerdings nicht mehr zuviel Zeit lassen getreu dem Motto des Volksmundes, dass Heiraten und Schlitten fahren schnell gehen müsse. Denn schließlich hat das hochzeitswillige Paar eine ganze Reihe von Unterlagen beizubringen. Dazu gehört ein beglaubigter Geburtenregisterausdruck, eine aktuelle Meldebescheinigung mit Angabe des Familienstandes, der Staatsangehörigkeit und der Anschrift sowie der Personalausweis. Keine unüberwindliche Hürde, möchte man meinen und schlechte Karten also für diejenigen, die nach einer Ausrede suchen, weshalb Ruoff sagt: „Zwei ledige Deutsche können auch kurzfristig verheiratet werden.“

Ähnlich äußert sich auch Carolin Dürner vom Standesamt in Glonn zu eventuell Kurzentschlossenen: „Theoretisch würde es noch gehen, wenn die Ehevoraussetzungen erfüllt sind.“ Einen Termin habe sie noch nicht drinstehen. Und auch aus dem Poinger Standesamt heißt es, dass der Terminkalender am 20.02.2020 noch leer sei.

Im Ausland wird ein Ehefähigkeitszeugnis verlangt

Der Unterschied, den Ruoff in Bezug auf die Zeitabläufe anspricht, ist in dem Umstand begründet, dass bei ausländischen Verlobten weitere Unterlagen je nach Herkunftsland nötig sind, die sich nach aller Erfahrung nicht so schnell besorgen lassen. Das gilt übrigens auch im Umkehrschluss: Bei Eheschließungen von deutschen Staatsangehörigen im Ausland wird meistens ein Ehefähigkeitszeugnis verlangt, das in Italien zum Beispiel „nulla osta“ heißt. Und obwohl es eigentlich schon länger nicht mehr erforderlich ist, wird es von dortigen Standesämtern häufig immer noch verlangt.

Wird der Landkreis Ebersberg immer „bunter“? Im Jahr 2017 hatten von 590 Hochzeitspaaren 95 oder 16,1 Prozent einen deutschen und einen ausländischen Partner. 81,2 Prozent aller Heiraten waren rein deutsch-deutsche Angelegenheiten.

„Bei uns hat sich noch keiner angemeldet“, berichtet Andreas Schwinghammer aus dem Standesamt Zorneding. „Ich hab mich selbst schon gewundert.“ Es weiß nämlich aus seiner langjährigen Erfahrung, dass besondere Kalendertage als Hochzeitsdatum sehr beliebt sind. Der 09.09.1999 sei so ein Tag gewesen, ebenso der 2. Februar 2002. „Da war ich auch schon Standesbeamter“, erinnert er sich an einen lebhaften Heiratsbetrieb damals.

Manchmal sogar sechs Hochzeiten an einem Tag

Das kann auch Beate Käser aus dem Standesamt in Markt Schwaben bestätigen. „Der 7. 7. 2007 war so ein Datum. Das war ein Samstag. Da hatte ich sechs Hochzeiten“, weiß sie noch. Offensichtlich hat der besondere Tag den Paaren tatsächlich damals auch Glück gebracht, denn nach Käsers Informationen habe sich bislang nur eines dieser Paare wieder scheiden lassen – und das ist deutlich weniger, als es die aktuelle Scheidungsrate von 33 Prozent annehmen ließe.

Die Scheidungsrate ist übrigens in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Am höchsten war sie in Deutschland im Jahr 2005, als über jede zweite Ehe vor dem Scheidungsrichter landete. Ob es auch ein Lieblingsdatum für Trennungen gibt? „Das weiß ich nicht“, meint Grafenauer und lacht auf diese Frage. „Für Scheidungen sind nicht die Standesämter, sondern die Gerichte zuständig.“

Manchmal kommt es gar nicht zur Hochzeit: Bittere Wahrheiten vor Gericht: Weil ein 27-Jähriger seiner Verlobten verschwieg, dass er eine andere Frau im Netz belästigte, platzte nun seine Hochzeit.

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