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Immer wieder gehen junge Menschen fürs Klima auf die Straße.

Es geht um zehn konkrete Forderungen

Klimawandel: Das will die Jugend von der Politik im Landkreis

Ins Gespräch kommen: Mit dem ersten Klimadialog hat Landrat  Niedergesäß Jugendlichen die Chance gegeben, ihre Wünsche direkt an die Politik zu richten.

Ebersberg Rund 100 Schüler ab der 9. Klasse folgten dem Aufruf der Klimabildung der Energieagentur Ebersberg-München – und erarbeiteten in einem demokratischen Prozess zehn Forderungen an die Politik, die ihnen besonders wichtig sind.

„Wir stellen als Erwachsene die Weichen für die Welt, in der die jungen Menschen zukünftig leben. Deshalb setze ich auf den Dialog mit den Schülern“, erklärte Niedergesäß: „Gemeinsam arbeiten wir an dem Ziel, die guten Entwicklungen im Bereich Klimaschutz im Landkreis Ebersberg weiter voranzubringen und Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu werden.“

Ideen gesammelt

In kleinen Arbeitsgruppen sammelten rund 100 Schüler sowie 30 Lehrer und Eltern eine Vielzahl an Ideen und Wünschen für den Klimaschutz, die den Jugendlichen besonders wichtig sind. Gruppiert waren sie dabei in fünf zentrale Kategorien der Energiewende, nämlich Ernährung, Konsum, Mobilität, Strom und Wärme.

Um aus ihren Herzensangelegenheiten zu den jeweiligen Kategorien konkrete Forderungen an die Politik zu entwickeln, wurden in einem demokratischen Prozess die Wünsche und Ideen nach ihrer Dringlichkeit gestaffelt. Während die Umsetzbarkeit bei der Diskussion über die Wünsche zunächst keine Rolle spielte, wurde sie bei anschließenden Entwicklung der konkreten Forderung wichtig.

Das sind die zehn Forderungen

Denn die Schüler formulierten zu den Forderungen passende Maßnahmen – auch als Zeichen an die Politik, dass sie sich der manchmal schwierigen Umsetzung der Forderungen bewusst sind. So entstanden unter der Moderation der Mitarbeiter der Energieagentur sowie den Klimaschutzmanagern aus Haar und Grafing im Laufe einer knapp 70-minütigen Workshop-Phase eine Liste zehn konkreter Forderungen:
1. Unterstützung von Privathaushalten beim Umstieg auf Strom aus Erneuerbaren Energien.
2. Ausbau der dezentralen und erneuerbaren Energiespeichersysteme.
3. Größere Verfügbarkeit von Ersatz für Einwegverpackungen in Supermärkten.
4. Mehr Möglichkeiten, um Lebensmittel an Bedürftige weiterzugeben.
5. Bessere Rahmenbedingungen für die Schaffung nachhaltiger Lebensmittel.
6. Aufklärung über nachhaltige Ernährung.
7. Förderung von grünem Wasserstoff als Kraftstoff.
8. ÖPNV deutlich attraktiver machen.
9. Mindestens 50 Prozent der Abwärme von Unternehmen sollte genutzt werden.
10. Bestmögliche Wärmedämmung für alle.

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„Die Forderungen verstehe ich als Hausaufgabe an Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Nicht jede kann auf der Ebene eines Landkreises realisiert werden, aber wir können uns gemeinsam dafür einsetzen, dass wir Veränderungen anstoßen“, so der Landrat.  

Teilnehmer

Gymnasium Kirchseeon, Gymnasium Grafing, Emile Montessorischule, Mittelschule Aßling, Karlheinz-Böhm Grund- und Mittelschule Vaterstetten, Humboldt-Gymnasium Vaterstetten, Umweltbeauftragte der Georg-Huber-Mittelschule Grafing, Realschule Ebersberg, Mittelschule Ebersberg, Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben, Realschule Vaterstetten, Montessori-Schule Niederseeon, Grundschule Anzing.

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