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Ein Bild aus vergangenen Tagen: Blick in die Vaterstettener Polizeistation, die es nicht mehr gibt. 

FDP verlangt dritte Dienststelle

Liberale fordern mehr Polizei im Landkreis Ebersberg

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Die Liberalen wollen offensichtlich mit öffentlicher Sicherheit punkten. Sie finden, dass es im Landkreis  zu wenig Polizeikräfte gibt. Die FDP fordert eine weitere Dienststelle.

Landkreis– Der Zornedinger FDP-Bürgermeisterkandidat Peter Pernsteiner weist auf einen seiner Ansicht nach unhaltbaren Zustand hin: „Wenn man sich vor Augen hält, dass unser Landkreis Ebersberg mit 549 Quadratkilometern 12,5 Prozent größer als der Landkreis Starnberg ist und auch von der Einwohnerzahl her Starnberg übertrifft, dann ist es fast schon skandalös, dass wir hier im Landkreis lediglich zwei Polizeiinspektionen haben.“

„Schlechter Witz“

Er zählt auf, dass für den Landkreis Starnberg fünf Polizeiinspektionen zuständig sind: „Das ist doch ein schlechter Witz. Am Starnberger Wohlstandspotential kann diese massive Ungleichbehandlung durch das Bayerische Innenministerium meines Erachtens nicht liegen, weil der Kaufkraftindex der beiden Landkreise gemäß der Gesellschaft für Konsumgüterforschung GfK nicht mehr weit auseinander liegt.“

Es sei an der Zeit, in Sachen Polizei-Standorte im Landkreis endlich umzudenken, mahnt der Poinger FDP-Bürgermeisterkandidat und Polizeioberkommissar Marc Salih. Aus seiner Erfahrung als Polizist könne er ortsnahe Polizeistationen nur empfehlen. Diese seien leichter für Bürger erreichbar, garantierten kurze Wege zum Einsatzort und erhöhten das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung.

Polizei Poing nur für den nördlichen Landkreis

Da Poing in den nächsten Jahren noch einmal um mindestens 4000 Einwohner wachsen werde, sei es sinnvoller, wenn sich die Polizeiinspektion Poing voll und ganz auf die Belange der nördlichen Gemeinden Poing, Markt Schwaben, Pliening, Anzing und Forstinning konzentrieren könnte. Im Moment kümmern sich die Poinger Polizeibeamten auch um den Bereich Vaterstetten/Zorneding.

Neue Inspektion südlich der A94 gefordert

Für den Vaterstettener FDP-Bürgermeisterkandidaten Klaus Willenberg steht fest, dass „unbedingt südlich der A94 eine weitere Polizeiinspektion gebaut werden muss, um den inzwischen allein schon in Vaterstetten und Zorneding befindlichen knapp 33 000 Einwohnern und mehr als 8000 Arbeitsplätzen Genüge zu tun.“

Willenberg gibt auch einen Vergleich zum Landkreis Starnberg: „Eine künftige Polizeiinspektion Vaterstetten-Zorneding wäre in etwa für die selbe Bevölkerungszahl zuständig, wie die heutige Polizeiinspektion Herrsching.“

Kürzere Wege zur Polizei

Wo diese dritte Polizeiinspektion für den Landkreis Ebersberg genau sein könnte und welchen Zuständigkeitsbereich sie haben soll, hält der ZornedingerPernsteiner prinzipiell für nebensächlich: „Die künftige dritte Polizeiinspektion muss nicht auf Vaterstetten und Zorneding begrenzt bleiben, sondern könnte durchaus beispielsweise Oberpframmern und Egmating mit versorgen. Sie muss auch nicht in Zorneding stehen – Baldham oder Vaterstetten wären für mich ebenfalls vollkommen in Ordnung – Hauptsache, dass die Hilfe bei Notfällen künftig zuverlässig schneller eintreffen kann.“

Und noch einen weiteren positiven Aspekt sehenSalih, Willenberg und Pernsteiner in einem dritten Landkreis-Standort: Das würde endlich auch für die Bürger des westlichen Landkreises kürzere Wege zur Polizei bringen.  

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