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Die landkreisweit besten Absolventen der Mittelschulen: Kreishandwerksmeister Johann Schwaig er und Landrat Robert Niedergesäß mit den Musterschülern. Ihnen stehen viele Ausbildungsplätze und weiterführende Schulen offen, sagt der Landrat.

Landrat und Kreishandwerksmeister zeichnen Schüler aus

Sie haben den besten Quali gemacht

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Landrat Robert Niedergesäß und Kreishandwerksmeister Johann Schwaiger haben die Quali-Besten und die Besten des M-Zweiges an den Mittelschulen im Landkreis Ebersberg geehrt.

Ebersberg – Viele Fotos, alkoholfreier Sekt und stolze Gesichter: Am Mittwoch wurden die besten Mittelschul-Absolventen des Landkreises gefeiert. Zum ersten Mal war die Ehrung der Haupt- und M-Zug-Schüler im ehemaligen Sparkassen-Saal in Ebersberg. Den Absolventen steht hierzulande eine rosige Zukunft mit Ausbildungsplätzen en masse offen, sagen Landrat Robert Niedergesäß und Kreishandwerksmeister Johann Schwaiger. Einige Jugendliche gehen aber weiter zur Schule und wollen studieren.

Der Zeitpunkt für Wandbohrungen im Ebersberger Sparkassengebäude, das der Landkreis gekauft hatte, war etwas ungünstig gewählt. Immer wieder stört der Lärm das Programm. Das ist angesichts der schönen Stubenmusik der Neuhartinger Zithermusik schade.

Das macht Landrat Robert Niedergesäß und den Leiterinnen des Schulamts nichts aus. Sie sparen bei ihren Reden nicht mit weisen Zitaten: Dalailama, Konfuzius, Gorbatschow. Letzterer soll gesagt haben, dass Bayern das Paradies auf der Welt sei. Ungewöhnlich für einen CSU-Landrat, den ehemaligen Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion zu zitieren. Gemeint ist die „Wirtschaftsregion Nr. 1 in Deutschland“, der Landkreis Ebersberg. Hier gebe es viele Ausbildungsplätze und weiterführende Schulen. „Nicht jeder Landkreis hat das“, sagt Niedergesäß.

Viele Chancen stehen offen

Dem kann Johann Schwaiger nur zustimmen. Der Kreishandwerksmeister zählt den jungen Menschen Möglichkeiten zur Weiterbildung nach der Lehre auf: Mit dem Gesellenbrief bekommt man automatisch die Fachhochschulreife, mit dem Meister die allgemeine Hochschulreife. Mit den Abschlüssen ist ein Studium an der Fachhochschule beziehungsweise Universität möglich.

Klingt großartig für die Absolventen. Die haben nach den Reden ihren großen Auftritt. Schnell noch die Frisur zurechtgerückt und das Fotohandy in die Hand des Freundes oder der Eltern gedrückt. Dann geht’s auf die Bühne, um ein Ehrenzeugnis und eine Tafel Schokolade mit dem Landkreis-Eber abzuholen.

Das haben die Schüler jetzt vor

Unter den Spitzenschülern ist Ben Gottmann, 16, aus Forstinning. Auf seinem Quali-Zeugnis steht 2,1. Was der Jugendliche mit seinem Abschluss anstellt, ist glasklar: „Ich mache eine Ausbildung zum Zweiradmechaniker“, sagt er. Denn Fahrradfahren ist sein absolutes Lieblingshobby. Danach wolle er einen Meisterabschluss machen.

Jacqueline Sommerhuber, 18, aus Steinhöring geht im September auf die Fachoberschule in Wasserburg und will dort ihr Abi machen. Sie will Lehrerin werden. Fächerkombi? „Irgendwas mit Mathe“, sagt die blonde Frau. Die Mittelschule verlässt die Absolventin mit einer „1“ in Mathe.

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Selina Dietsche, 15, hat den besten Quali im Landkreis gemacht: Notendurchschnitt 1,1. Die Frauenneuhartingerin will kommendes Schuljahr ihre Mittlere Reife bestehen. Dann soll es aufs Gymnasium gehen. Das Beste an ihrem Abschluss: „Dafür habe ich fast gar nicht gelernt“.

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