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Diese  Grafik zeigt, wo in Grafing erweitert werden könnte: Im Norden (oben) Richtung Sportplatz oder im Süden (Kapellenstraße) mit zusätzlichen Stockwerken.

Masterplan Schulen

Weitere Millionen für die Bildung im Landkreis Ebersberg

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Die Planung für das neue Gymnasium in Poing und die Berufsschule in Grafing-Bahnhof laufen. Zusätzlich sollen nun auch die sonderpädagogischen Förderzentren intensiver ausgebaut werden.

Landkreis– Im Bildungsausschuss des Kreistags sind nun erste Varianten vorgestellt worden. In Grafing könnte der Ausbau fast zehn Millionen Euro kosten, in Poing über drei Millionen Euro. Beide Schulen haben jeweils rund 200 Schüler. 

Ursprünglich waren im Masterplan Schulen bereits Beträge eingestellt worden. Nun aber geht es um deutlich höhere Summen. Nun sollen zunächst die Fraktionen beraten. Im Herbst wird das Thema erneut auf der Tagesordnung stehen. Wenn es klappt, soll Anfang 2020 in die konkrete Planung eingestiegen werden.

Erst mit Grafing reden

Nach ersten Studien könnte an der Johann-Comeniusschule in Grafing neben Umbauten im Bestand sowohl im Norden Richtung Fußballplatz als auch im Süden an der Kapellenstraße erweitert werden. Es gibt verschiedene Kombinationsmöglichkeiten. Bei einer Variante könnte es jedoch Probleme mit der staatlichen Förderung geben. Bei einem anderen Vorschlag ist im Süden eine Aufstockung auf fünf Vollgeschosse vorgesehen. Das wäre dann das höchste Gebäude an der Straße. Um das umzusetzen, müsste wohl eine Bebauungsplan erarbeitet werden, was Zeitverlust bedeuten könnte. „Dass müssten wir mit der Stadt Grafing besprechen“, so Landrat Robert Niedergesäß. „Es ist kein Ausschlusskriterium.“ Man könne das im Parallelverfahren machen.

Bei der Seerosenschule Poing ist vor allem eine Aufstockung eines bisher zweigeschossigen Gebäudeteils im Gespräch. Aus statischen Gründen könne das wohl nur in Holzbauweise umgesetzt werden. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten.

Große Nachfrage an Förderschulen

In der Sitzung hatte sich die beiden Schulleiter Jörn Bülck (Poing) und Helga Schneitler (Grafing) leidenschaftlich für die Erweiterung eingesetzt. „Bestmögliche Förderung hängt nicht nur vom Personal ab, sondern auch von der Räumlichkeiten“, so Schneitler. Im kommenden Jahr gebe es drei vierte Klassen. „Das hat Grafing bisher noch nie gehabt.“ Auch die Nachfrage nach Ganztagsangeboten steige. Und es geht auch um gestiegene pädagogische Anforderungen. „Wir können nur die Spitze des Eisberges aufnehmen, die schwierigsten der schwierigen Fälle“, so Bülck.

„Mir ist die Qualität der Diskussion sehr wichtig“, so Landrat Niedergesäß. Man solle jetzt die Zeit über den Sommer nutzen.

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