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Im Wald. Vorne: Martin Singer vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Landrat Robert Niedergesäß, Abteilungsleiterin Brigitte Keller und Sarah Guttenberger, Geschäftsführerin der AGFK Bayern bei einem Stopp im Ebersberger Forst. 

Erster Schritt zur offiziellen Zertifizierung als „Fahrradfreundlicher Landkreis“

Nächstes Jahr will der Landkreis über die Ziellinie

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Eigentlich hätte man vier Jahre Zeit, um die Kriterien zu erfüllen. Aber der Landkreis Ebersberg ist ehrgeizig und will es innerhalb eines Jahres schaffen.

Landkreis – Der erste Schritt hin zur offiziellen Zertifizierung als „Fahrradfreundlicher Landkreis“ wurde jetzt erfolgreich absolviert.

Zur sogenannten „Vorbereisung“ kamen die Geschäftsführerin der AGFK Bayern (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen), Sarah Guttenberger, ein Vertreter des Bayerischen Verkehrsministeriums und der Landesvorsitzende des ADFC ins Landratsamt Ebersberg. Vertreter des Straßenbauamts Rosenheim, der Polizei und der Kreisverkehrswacht sowie des Runden Tisches Radfahren waren mit dabei, als Landrat Robert Niedergesäß, Abteilungsleiterin Brigitte Keller und die zuständigen Fachleute aus dem Landratsamt den Landkreis vorstellten und berichteten, was bisher zum Thema „Fahrradfahren“ unternommen wurde und welche weiteren Vorhaben geplant sind.

Austausch mit den Gemeinden

Als sehr positiv bewertet wurden laut Niedergesäß der Runde Tisch Radwege, das Mobilitätsforum und das Radwege- und Straßenbauprogramm. Gefallen hatte auch die gute Vernetzung und der Austausch mit den Gemeinden, wie Niedergesäß jetzt in einem Pressegespräch betonte. Die Radwegeplanung sei visionär, das Ziel eine Mobilitätswende. 25 neue Radwegprojekte seien derzeit vorgesehen. Das Programm würde fortgeschrieben. Neue Vorschläge seien willkommen. Auch Private könnten Ideen einbringen, hieß es. Zudem gebe es eine gute Zusammenarbeit mit dem ADFC.

Hervorgehoben wurden das Radwegekonzept und die jährlichen Treffen dazu. Der Landkreis Ebersberg werde als Motor für die Weiterentwicklung der Infrastruktur wahrgenommen, hieß es ferner. Größtes Hindernis bei der Realisierung der Radwege sei der Grunderwerb. Im Landratsamt wurde deshalb eine Stelle für den Grundstückserwerb geschaffen.

Radtour durch den Ebersberger Forst

Nach Präsentation und Diskussion folgte die gemeinsame Radtour durch die Stadt Ebersberg und den Ebersberger Forst. Dabei konnte man gelungene Lösungen und auch Problembereiche vor Ort besprechen. Die neue Radweg-Beschilderung im Landkreis mit über 1800 Schildern wurde als guter Grundstein gelobt.

Internetauftritt muss optimiert werden

Das ganzheitliche ÖPNV-Konzept mit Bus, Schiene und Carsharing findet sich auf der Positivliste der Prüfer. Damit die Bewerbung um die Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen werden kann, hatte Guttenberger einige Anregungen. Der Internetauftritt besonders für den Tagesradverkehr sollte optimiert werden, etwa mit einem Winterdienstplan für Radwege und Baustelleninformationen. Interessant wäre auch ein „Mängelmelder“ auf der Homepage des Landratsamtes; zum Beispiel für Gefahrenstellen. Der zuständige Verkehrsausschuss des Kreistages wird sich noch dieses Jahr damit befassen.

Als nächster Schritt vonseiten der AGFK folgt die sogenannte Hauptbereisung mit anschließender Zertifizierung. Die Bewerber haben nach der jetzt stattgefundenen Voraustour bis zu vier Jahre Zeit. So lange, waren sich alle Teilnehmer einig, werde man im Landkreis Ebersberg nicht brauchen, bis die Voraussetzungen für den „Fahrradfreundlichen Landkreis“ erfüllt seien. „Wir wollen bereits nächstes Jahr über die Ziellinie radeln, das ist unser Anspruch,“ so Landrat Robert Niedergesäß.

Ebenfalls interessant: Neue Radwege für den Süden des Landkreises Ebersberg

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