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K.O.-Tropfen: Gefahr in der Flasche. 

Unsichtbare Gefahr im Getränk beim närrischen Treiben

Weißer Ring warnt vor K.O.-Tropfen

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Party-Time, ausgelassene Stimmung, allenthalben närrisches Treiben in unseren Gemeinden und Städten. Leider gibt es aber auch eine unterschätzte Gefahr.

Landkreis – Der Fasching 2019 geht in seine Hochphase. Was die Freunde des Karnevalistischen gerade die Herzen höher schlagen lässt, bereitet anderen jedoch berechtigte Sorge. Zum Beispiel den Mitarbeitern der Opferschutz-Organisation Weißer Ring im Landkreis Ebersberg.

Zu 90 Prozent sind Mädchen und Frauen betroffen

„Lass Dich nicht k.o. tropfen“: So haben sie eine Mitteilung überschrieben, mit der sie gerade jetzt, zum Faschingsendspurt, auf die besonderen Gefahren aufmerksam machen wollen. Gefahren, die zu 90 Prozent Frauen und Mädchen betreffen. Es geht um die so genannten K.O.-Tropfen. Sie sind, schreibt der Weiße Ring, geruchs-, geschmacks- und farbneutral, führen bereits nach 15 Minuten zu Bewusstseinsstörungen, Schwindel und Übelkeit und erzeugen bereits bei geringen Mengen Willenlosigkeit und Bewusstlosigkeit. Sie können zu Atemstillstand und Kreislaufversagen führen, setzen das Erinnerungsvermögen außer Kraft und sind nur kurze Zeit (fünf bis sechs Stunden nach der Einnahme) nachweisbar.

Getränke nie unbeobachtet stehen lassen

Daher empfiehlt der Leiter der Außenstelle, Martin Ache aus Markt Schwaben, dringend darauf zu achten: „Lass dein Getränk nie unbeobachtet. Wenn du dir nicht sicher bist, lass dein Getränk unausgetrunken stehen. Passt gegenseitig auf eure Getränke auf. Erkenne die Warnzeichen. Suche bei Übelkeit oder Schwindel sofort Hilfe einer Vertrauensperson. Verständige Freunde, Bekannte, Familie, auch beim Arzt oder einer Notfallambulanz. Vertraue Dich nicht Fremden an und nimm auch keine Getränke von Fremden an.“

Dass das Thema nicht nur theoretischer Gestalt ist, sondern im Landkreis Ebersberg schon Wirklichkeit war, ist leider auch eine Wahrheit. Ache: „Wir hatten im Jahr 2018 zwei entsprechende Fälle. In beiden Fällen werden die Opfer heute noch psychotherapeutisch betreut. Außerdem läuft in einem Fall noch das Gerichtsverfahren“.

Fragen zum Thema, auch nach Mitteln zum Schutz der Getränke, können unter der E-Mail des Weißen Ring, wr.ebersberg@gmx.de, gestellt werden.  

Interessant dazu auch: Jugend kommt viel zu leicht an Schnaps.

jödo

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