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Eine Wildbiene auf einer Saat-Wucherblume im Ebersberger Forst. 

Verbesserung der natürlichen Lebensräume

Der Ebersberger Forst blüht auf

Der Forstbetrieb Wasserburg hat in diesem Jahr im Ebersberger Forst verschiedene Maßnahmen für die Verbesserung der natürlichen Lebensräume von Insekten, Vögeln und Co. durchgeführt.

Landkreis Im Rahmen des Naturschutz-Programms „Der Wald blüht auf“ der Bayerischen Staatsforsten wurde zusätzlicher Lebensraum für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere seltene Insekten geschaffen. So wurden Blühwiesen angelegt, blühende bzw. fruchttragende Gehölze gepflanzt sowie durch „Köpfung“ aktiv ökologisch wertvolles Totholz geschaffen.

Allein im Ebersberger Forst hat der Forstbetrieb Wasserburg mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbands Ebersberg acht Blühflächen angelegt. Die große Trockenheit in diesem Sommer machte auch den jungen Ansaaten zu schaffen, dennoch blühen derzeit einige Wiesen in bunten Farben. Ausgebracht wurde ausschließlich Saatgut regional natürlich vorkommender Pflanzenarten, wie beispielsweise Knoblauchsrauke, Schlangenknöterich, schwarze Königskerze und Mädesüß. Ergänzend wurden im Ebersberger Forst verschiedene heimische blühende bzw. fruchttragende Bäume und Sträucher gepflanzt.

Auch auffallend sind einige Laubbäume, die in etwa 4-5 m Höhe „geköpft“ wurden. Auch das Kronenmaterial liegt unweit der Stämme. Damit wurde aktiv angehendes Totholz geschaffen, welches im Zuge der natürlichen Zersetzung von verschiedenen Arten besiedelt werden kann. Gerade stehendes Totholz ist ökologisch gesehen sehr wertvoll, denn es bietet vielen höhlenbrütenden Vogelarten und Kleinsäugern in sicherer Höhe eine geschützte Behausung. Auch zahlreiche Insekten verschiedenster Arten finden hier einen Lebensraum.

Der Ebersberger Forst als großes zusammenhängendes Waldgebiet mit zahlreichen Waldwiesen ist umgeben von landwirtschaftlich genutzter Fläche. Solche Maßnahmen bieten insbesondere für Insekten, aber natürlich auch für Vögel und Wild, neuen Lebensraum. Sie fördern die Biodiversität in den Wäldern. Neben der Verbesserung der Nahrungsgrundlage für viele Tierarten tragen die Maßnahmen auch zur Biotopvernetzung bei.

Das Projekt „Der Wald blüht auf“ wurde ins Leben gerufen, um in den Staatswäldern das Angebot an Blühflächen und an Totholz als Lebensraum für die heimischen Insekten zu steigern. Ziel ist die Entwicklung, Begründung und Pflege von Blühflächen, blühenden Waldinnensäumen, Hecken und wertvollen Offenlandflächen. Damit wird ein rasches und tatsächlich sichtbares, attraktives Zeichen für die Biodiversität in und um den Staatswald in Bayern gesetzt. Durch Biotop- und Artenschutz im Wald sollen die natürlichen Lebensräume und die genetischen Ressourcen erhalten und verbessert werden.

Im Ebersberger Forst ist der Forstbetrieb Wasserburg zuständig. Eine besondere Sorgfalt bei der Waldbewirtschaftung und zahlreiche Schutzprojekte, teilweise in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, leisten seinen Angaben zufolge einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in dem 7600 ha großen Waldgebiet.

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