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Landrat Robert Niedergesäß hat sich in einem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder gewandt.

Landrat Robert Niedergesäß begeistert von Söder-Vorschlag

Ein-Euro-Ticket ist super

Der Sprecher der MVV-Verbundlandkreise, Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß findet das vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder angekündigte Ein-Euro-Ticket super.

Landkreis Niedergesäß hat sich am Dienstag in einem Schreiben an Söder und die zuständige Staatsministerin Ilse Aigner gewandt. Darin begrüßt der Landrat auch im Namen seiner Kollegen den Vorstoß des Ministerpräsidenten.

„Die vergangenen Jahre des Reformprozesses waren sehr mühevoll und die beschlossene Lösung ist ein großer Kompromiss, bei dem es Gewinner und leider auch Verlierer gibt,“ so Niedergesäß, der gegenüber dem Ministerpräsidenten auch nicht verhehlt, dass die frühere Staatsregierung unter Ministerpräsident Seehofer hier insbesondere aus Gründen der Präzedenzfall-Wirkung „sehr unnachgiebig“ gewesen sei, was die finanzielle Beteiligung des Freistaates betraf. Diese Position habe sich unter Ministerpräsident Söder und der neu zuständigen Verkehrsministerin Ilse Aigner erfreulich gelockert, z.B. in Form von spürbar höheren ÖPNV-Zuweisungen.

„Wiener Flatrate-Ticket“

Dass nun das „Wiener Flatrate-Ticket“ (das dort übrigens nur innerhalb des Stadtbereiches und nicht in der Region gelte) im gesamten MVV-Bereich eingeführt werden solle, sei ein neuer und im Sinne der Fahrgäste eine unerwartet erfreuliche Kehrtwende. „Wir brauchen echte Anreize, damit die Menschen gerne auf den ÖPNV umsteigen“, so Niedergesäß.

Der Sprecher der MVV-Landkreise sieht sehr kurzfristigen Gesprächsbedarf, denn die beschlossene Reform sei angesichts der neuen „Gefechtslage“ so nicht mehr umsetzbar.

Deutliche Korrekturen am Reformpaket

Niedergesäß wörtlich: „Wenngleich das Ein-Euro-Ticket bzw. das 365-Euro-Jahresticket wohl nicht über Nacht umgesetzt werden kann, sind jetzt deutliche Korrekturen am Reformpaket nötig. Zumindest müssen wir in einem ersten Schritt die möglichen Verlierer der Reform in Stadt und Umland spürbar besser stellen. Das betrifft u.a. die Einpendler, die in den Münchner Außenraum (jetzige Ringe 3 und 4) einpendeln, die Senioren, die bisher beim Seniorenticket den Gesamtraum gebucht haben sowie die Gelegenheitsfahrer, für die es in vielen Fällen teurer wird.“ Erst vor Kurzem hatte der Landkreis Ebersberg seine Bürger befragt zum Thema Nahverkehr.  ez

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