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Damals noch zuversichtlich: Landrat Niedergesäß 2017 in einem der Vorstandsbüros im Sparkassengebäude.

Fragenkatalog an Landrat Niedergesäß geschickt

Ebersberger Sparkassen-Deal: Bund der Steuerzahler schaltet sich ein

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Die Kostenexplosion beim Ebersberger Sparkassen-Deal zieht  weitere Kreise: Jetzt  hat sich der Bund der Steuerzahler (BdSt) mit einem Schreiben an Landrat Robert Niedergesäß (CSU) gewandt. Unter anderem fragt er, ob sich der Landkreis beim Kauf des Sparkassengebäudes verschätzt habe, was Umbau- und Sanierungskosten angeht.

Landkreis – Wie berichtet, hatte der Kreis das Gebäude 2017 für 12,1 Millionen Euro gekauft. Die Immobilie sollte zusätzlich als Verwaltungsgebäude genutzt werden, da die Büroflächen im derzeitigen Landratsamt nicht mehr ausreichen. Die für die Sanierung geplanten Kosten stiegen von ursprünglich veranschlagten 3,3 Millionen Euro (Oktober 2016) über 6,8 Millionen Euro (Oktober 2017) auf inzwischen 11,1 Millionen Euro (wir berichteten mehrfach).

Der BdSt will nun von Landrat Niedergesäß diese Zahlen bestätigt bekommen. Dem Bund der Steuerzahler seien entsprechende Informationen zugegangen, heißt es in dem Brief. Der Organisation gegenüber sei von „Oberflächlichkeit beim Erwerb des Sparkassengebäudes“ die Rede gewesen. „Wir wissen nicht, in wieweit der geschilderte Sachverhalt zutreffend ist und wären Ihnen daher verbunden, wenn Sie uns hierzu ihre Stellungnahme zukommen lassen würden“, so die Vizepräsidenten des BdSt, Maria Ritch, im Brief an Niedergesäß. Und sie fragt: „Wie stehen Sie zu dem uns gegenüber geäußerten Vorwurf, der Landkreis Ebersberg habe mit dem Erwerb des Sparkassengebäudes gleichsam die ,Katze im Sack’ gekauft.“

Auch im Kreise der Kreispolitiker rumort es. Albert Hingerl, Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, hat jetzt in einem Brief an Landrat Robert Niedergesäß volle Akteneinsicht in dieser Angelegenheit gefordert.

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