Daimler-Chef Zetsche hört auf - Nachfolger steht wohl fest

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Da ist viel übrig geblieben: Die Straßenmeisterei Ebersberg hat in den vergangenen Wintermonaten nicht viel Streusalz gebraucht. 

Bilanz der Straßenmeisterei Ebersberg

Für sie ist der Winter schon vorbei

Hoffentlich geht das bald zu Ende, mit den späten Schneefällen. Für die Straßenmeisterei Ebersberg ist der Winter jedoch schon Vergangenheit, wenn auch noch der eine oder andere Einsatz absolviert werden muss. Zeit für eine Bilanz.

Landkreis – Wenn in diesen Tagen draußen an den Straßenrändern die Fangzäune wegen den bevorstehenden Krötenwanderungen aufgestellt werden, kann die Straßenmeisterei bereits Bilanz ziehen. „Durchschnittlich war‘s“, sagt Frank Plate. „Weder Fisch noch Fleisch“.

Der Chef der 24 bei der Ebersberger Straßenmeisterei gegen Frau Holle ankämpfenden Männer muss es wissen. Denn zum einen hat er die zurückliegenden drei Monate noch gut im Gedächtnis, zum anderen hat er aber auch seine Statistik – und die gibt dem allgemeinen Bauchgefühl Recht: Außer in der letzten Februar-Woche war heuer nie richtig Winter!

Es war nur ein Durchschnittswinter

Die 3400 verbrauchten Tonnen weisen deutlich aus, dass es sich 2017/2018 tatsächlich um einen Durchschnittswinter der mäßigen Kategorie gehandelt hat. 2013/2014, als der Winter nahezu gänzlich ausgefallen war, wurde nur ein Klacks, nämlich 1567 Tonnen, Streusalz auf die Asphaltflächen aufgebracht. Wenn‘s richtig dicke kommt, gilt eine andere Marke. So wie 2010/2011. Da wurde mit den insgesamt 16 zur Verfügung stehenden Fahrzeugen 5973 Tonnen Streusalz verbraucht. Auch kostenmäßig blieb heuer alles im überschaubaren Bereich.

810 000 Euro hat der Winter die Straßenmeisterei auf den insgesamt zu betreuenden 282,9 Straßenkilometern, davon 80 Kilometer Bundes- und 173 Kilometer Staatsstraßen, gekostet. Vor einem Jahr waren es 950 000 Euro gewesen, „weil man hat ja auch seine Vorhaltekosten“.

Wenn Frau Holle einmal überhaupt nicht schläft, so wie 2010/2011, dann werden 1,153 Millionen Euro fällig.

„Zum Glück ist alles wieder gut gegangen. Es war ein ruhiger Winter“, kommt Plate auf das Thema Unfälle zu sprechen. Erstaunlicherweise gibt es die mit den Fahrzeugen aus seinem Fuhrpark so gut wie nicht.

Schneepflugfahrer sind sehr vorsichtig

„Wir sind zwangsweise sehr vorsichtig, wissen ja, wenn‘s zum Einsatz geht, wie‘s draußen ist“, sagt Plate. Nur im Winter 2012/2013 hat es gekracht. In Ursprung bei Glonn rutschte ein entgegenkommender Lastwagen in ein Streufahrzeug. Der Pflug war futsch. Vier Wochen Ausfall.

Zu schnell unterwegs auf schneeglatter Fahrbahn, das war laut Plate der Grund für den Tiefpunkt des zurückliegenden Winters. Auf der EBE 12 zwischen Moosach und Buch war ein Autofahrer aus der Spur geraten. Es kam zum Frontalzusammenstoß. Ein Toter war zu beklagen. Dagegen sind Plates gegenwärtige Probleme gering. Er kämpft „mit den Fahrbahnschäden“.

Der ständige Wechsel der Temperaturen um den Frostpunkt bricht durch in Risse sickerndes und dann gefrierendes Wasser den Fahrbahnbelag auf. Also muss geflickt werden.

Mit den steigenden Temperaturen kann aber das bessere Heißmischgut verwendet werden. Endgültig repariert wird dann im April.

Auch die Holzarbeiten sind schon gemacht. Aus Naturschutzgründen beziehungsweise der anstehenden Vogelbrut wegen mussten sie bis 28. Februar erledigt sein. Will heißen: Sträucher am Straßenrand wurden zurückgeschnitten und das Geäst als Strauchgut auf den Komposthof gebracht. Und das sogenannte Lichtraumprofil wird kontrolliert, damit der Autofahrer den ausreichenden „Durchblick“ hat.

Plates Männer stellten auch die Krötenfangzäune inzwischen bereits auf. Der letzte Punkt des Winters 2017/2018 ist das Schneezaunaufräumen. Dann steht nur noch die generalstabsmäßige Wartung und Überholung der Gerätschaften an: Das macht die Werkstatt der Straßenmeisterei während des Sommers.

Und dann wird auch noch das für die Saison 2018/2019 nötige Salz eingelagert – weil‘s während des Sommers natürlich recht preisgünstig ist.

Von Eberhard Rienth

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