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Die Räumdienste leisteten Schwerarbeit im Landkreis - und kamen trotzdem fast nicht mehr hinterher, soviel weißen Niederschlag gab es.

Zahlreiche Blechschäden aber keine schweren Unfälle

Winter kommt mit voller Wucht

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Die heftigen Schneefälle am Wochenende haben im Landkreis Ebersberg zu katastrophalen Straßenverhältnisse geführt.

Landkreis – Eine Nachfrage der Ebersberger Zeitungbei den beiden Polizeiinspektionen ergab aber eine Überraschung. Es passierten verhältnismäßig wenige Unfälle. „Wir können froh sein, dass das kein Wochentag war“, lautete die Auskunft der Poinger Beamten. Die Leute hätten das Auto lieber stehen gelassen. „Die Läden waren leerer als sonst.“

„Es gibt immer Autofahrer, die die Gefahr unterschätzen und ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen“, begründete der Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion Ebersberg, dass es zu zahlreichen Blechschäden auf den Landkreisstraßen gekommen war. „Vieles ist ohne Polizei erledigt worden“, meinte der Beamte zu einer unbestimmten Dunkelziffer von Karambolagen.

Die Bundesstraße 304 zwischen Ebersberg und Kirchseeon mußte zeitweise gesperrt werden, nachdem ein Tanksattelzug in den Graben gerutscht war. Die Feuerwehren aus Grafing, Nettelkofen und Ebersberg sicherte die Unfallstelle ab, bis ein Bergeunternehmen den Havaristen wieder auf die Straße gezogen hatte.

Größere Behinderungen gab es, als ein Gefahrguttransporter auf der B 304 im Graben landete: Der Unfall ereignete sich laut Auskunft von Oberkommissar Stefan Kreimoser von der Polizei Ebersberg am Samstag, um 8.55 Uhr. Ein 44-Jähriger Münchner mit seinem Sattelzug, der einen leeren Dieseltank im Schlepptau hatte, war von Grafing kommend in Richtung Kirchseeon unterwegs. Kurz nach der Abzweigung in die Münchener Straße kam der Lastzug aufgrund starken Schneefalles und Fahrbahnglätte nach rechts von der Straße ab und blieb in einem Graben stecken. Das Heck des Sattelzuges blockierte hierbei aber die gesamte rechte Fahrspur. Zur Absicherung der Unfallörtlichkeit befanden sich mehrere Feuerwehren vor Ort. Bis zur Bergung des Sattelzuges war der Streckenabschnitt der B 304 in beide Richtungen gesperrt. „Bislang liegen keine Erkenntnisse über etwaige Sachschäden vor“, berichtet Kreimoser, dass auch dieser Unfall glimpflich verlief.

Im Laufe des Tages kam es in den umliegenden Gemeinden um Ebersberg jedoch zu weiteren zwölf Verkehrsunfällen und -gefährdungen aufgrund des starken Schneefalles und der herrschenden Fahrbahnglätte.

Kaum Unfälle trotz des heftigen Wintereinbruchs hatten die Poinger Beamten zu verzeichnen. „Trotz starken Schneefalls zum Wochenende kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Poing am Samstag nur zu wenigen Verkehrsunfällen und Beeinträchtigungen.“ Offensichtlich hätten sich die meisten Verkehrsteilnehmer auf die Witterungsverhältnisse einstellen können und sich auf den schneeglatten Fahrbahnen entsprechend vorsichtig verhalten.

Aufgrund starker Schneeverwehungen blieben allerdings zahlreiche Autos und Lastwagen auf freier Strecke hängen. So blockierte zwischen Forstinning und Moos über zwei Stunden ein quer stehender Laster die Fahrbahn. Bis zur Abschleppung wurde durch die Polizei eine Umleitung eingerichtet.

Zwischen Vaterstetten und Weißenfeld blieben ebenfalls mehrere Fahrzeuge im Schnee stecken, deren Fahrer sich erst später selbst wieder befreien konnten. Ebenfalls stellte sich an der Anschlussstelle Anzing, bei der Auffahrt zur Staatsstraße, ein Sattelzug quer. Hier konnte das Technische Hilfswerk Markt Schwaben die Bergung und Verkehrslenkung übernehmen.

In Anzing auf der St 2081 auf Höhe der Autobahnauffahrt missachtete eine Fahrzeuglenkerin von der Autobahn kommend die Vorfahrt eines 49-jährigen aus Markt Schwaben. Es blieb bei geringem Sachschaden.

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