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Einen Bedarf für ein eigens Hospiz im Kreis Ebersberg glaubt die CSU zu erkennen. 

CSU/FDP-Antrag im Kreistag 

Eigenes Hospiz für den Landkreis Ebersberg

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„Der Bedarf ist eindeutig da. Es stellt sich nur die Frage, wie das Vorhaben umgesetzt werden kann.“ Das betont Martin Wagner, Sprecher der CSU/FDP-Fraktion im Kreistag Ebersberg.

Landkreis – Die Fraktion hat einen Antrag zum Thema stationäres Hospiz im Landkreis an den Landrat gestellt. „In einer älter werdenden Gesellschaft mit sehr vielen Single-Haushalten spielen Hospize in der medizinischen Versorgung eine zunehmend wichtigere Rolle,“, so Wagner. „Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Sterben als Teil des Lebens zu begreifen.“

Laut dem Antrag sollen zunächst die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für ein Hospiz im Landkreis geprüft werden. Eine Angliederung an die Kreisklinik sei laut Wagner wohl nicht möglich. Also müsse man nach einem geeigneten Träger suchen und die notwendigen Gespräche führen. In Frage kämen dabei unter anderem gemeinnützige Vereine, Kirchen oder Stiftungen. Möglich könnte laut Wagner auch eine „regionale Lösung“ sein, also eine Zusammenarbeit über die Landkreisgrenzen hinaus. Zudem müsse man beachten, dass die Kosten „nicht exorbitant in die Höhe schnellen“. Außerdem solle der Landkreis Kontakt mit den Gesetzlichen- und den Pflegekassen aufnehmen und prüfen, ob eine stationäre Hospizeinrichtung überhaupt Aussicht auf Genehmigung hat. Bei der bayerischen Hospizstiftung soll angefragt werden, ob diese sich an den Kosten eines Neubaus oder der Übernahme einer geeigneten Immobilie beteiligen würde.

Laut CSU und FDP haben stationäre Erwachsenenhospize in Deutscheland durchschnittlich zehn bis 16 Betten. In den Einrichtungen werden pro Jahr rund 30 000 Menschen versorgt. Ungefähr 100 000 Menschen engagierten sich ehren- und hauptamtlich in diesem Bereich. Die Sterbebegleitung im Hospiz stelle die Geborgenheit in einer vertrauten Umgebung mit Familie und Freunden sicher. Sterbende sollten so unabhängig und selbstbestimmt wie möglich bis zum letzten Augenblick leben können. Eine angemessene Schmerzlinderung sowie eine medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Begleitung seien dabei wichtig. Hospize sollen aber auch vor einer Übertherapie schützen. Die Bedürfnisse der erkrankten Personen und ihrer Angehörigen stünden dabei im Mittelpunkt.

Termin

De Kreisausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am kommenden Montag, 13. November, mit dem Thema beschäftigen.

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