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Helmut Hintereder, Polizeichef in Poing.

Fast 30 Einbrüche in zwei Monaten

Einbruchsserie: Poinger Polizei fehlt der „zündende Hinweis“

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„Wir brauchen einen zündenden Hinweis, der uns die Chance gibt, schnell zu reagieren“: Bei der anhaltenden Einbruchsserie im Landkreis Ebersberg mit Schwerpunkt in der Gemeinde Vaterstetten ist der Polizei bisher noch kein Erfolg gelungen. Im Moment sind 15 zusätzliche Streifen eingeteilt.

Landkreis – Die Bevölkerung arbeitet mit. „Es werden uns vermehrt Hinweise gegeben“, ist Poings Polizeicher Helmut Hintereder froh. Die Bürger sind stark beunruhigt. Es gab sogar Überlegungen, privat eine Belohnung auf Ergreifung der Täter auszusetzen. „Da war ein Bürger aus Vaterstetten bei mir“, bestätigt der Poinger Polizeichef. Wichtiger wäre allerdings, dass sich die Hinweisgeber „möglichst viel merken“. Manchmal könnten sie leider nicht einmal das Kennzeichen eines Fahrzeuges benennen, das ihnen verdächtig vorgekommen ist. „Da lohnt es sich, einmal vor die Türe zu gehen, das würde uns schon viel helfen“, sagt Hintereder.

Innerhalb von zwei Monaten haben sich fast 30 Einbrüche im Landkreis ereignet. In Ebersberg blieb es einmal bei einem Versuch, weil die Täter sich so dumm anstellten, dass sie in flagranti erwischt wurden. Die Einbruchsserie war damit aber nicht zu Ende. Die Polizei reagierte inzwischen mit drei Informationsveranstaltungen in Markt Schwaben, Ebersberg und Pöring. im Einsatz waren dazu auch Kräfte der Bereitschaftspolizei.

Los ging es etwa Anfang Oktober. Bei einem Einbruch in einen Baumarkt in Parsdorf erbeuteten Unbekannte 30 Mähroboter samt Akkus und dazu zehn Motorsägen. Es gab Hinweise auf Personen, die sich im Tatzeitraum auf der Rückseite des Gebäudes aufgehalten hatten. Möglicherweise fühlten sich die Täter durch diesen „Erfolg“ zu weiteren Einbrüchen animiert. Ob die Serie an einer einzigen Bande festgemacht werden kann, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Kurze Zeit nach dem Einbruch in Parsdorf schlugen Unbekannte in einer Augenarztpraxis in Markt Schwaben zu. Die Beute war gering und wurde von der Polizei auf einen Wert von 300 Euro taxiert. Werkzeuge und Schmuck im Wert von 4000 Euro hingegen fiel den Einbrechern vier Tage später in einem Wohnhaus in Baldham in die Hände. Am selben Tag überraschte eine Hauseigentümerin einen Unbekannten in ihrem Gebäude in Oberpframmern. Er konnte flüchten, aber es gab eine erste Täterbeschreibung. 1,75 Meter groß, schlank, etwa 40 Jahre alt und gepflegtes Aussehen, teilten die Ermittler mit.

Nächster Coup war in Markt Schwaben. Auf einer Großbaustelle wurde in den Lagerraum einer Elektrofirma eingebrochen. Die Beute: Werkzeug im Wert von 600 Euro. Bargeld, Schmuck und eine Handtasche im Wert von 7500 Euro verschwanden bei einem Einbruch im Poinger Neubaugebiet Seewinkel. Die Täter ließen sich auch von einem heruntergelassenen Rollo nicht aufhalten. In der gleichen Nacht stiegen sie über einen Kellerschacht in ein Reihenhaus in Baldham ein. Beuteschaden hier: 10 000 Euro. Zeitnah meldete die Polizei einen Einbruch in Anzing: Der Beuteschaden mit 400 Euro blieb vergleichsweise gering, weil die Eigentümerin den Einbrecher überrascht hatte. Er flüchtete über die Terrassentüre.

Dann waren Anfang November zwei Familien in Poing und Neufarn betroffen. In einem dieser Fälle erbeuteten Unbekannte Bargeld in Höhe von 2500 Euro. Die Polizei reagierte mit einem Infostand. Kurze Zeit später allerdings der nächste Einbruch. Diesmal erwischte es ein Hotelgebäude in Markt Schwaben. Beuteschaden: 160 Euro aus einer Wechselgeldkasse. Die Beamten konnten am Tatort Spuren sichern – eine heiße Spur war nicht dabei.

Bei einem anschließenden Einbruch in ein Einfamilienhaus in Anzing gingen die Unbekannten leer aus, richteten aber Sachschaden an. In Ebersberg geht die Polizei zu dieser Zeit mit Beamten von Haus zu Haus und informiert über Präventionsmaßnahmen.

In Parsdorf lassen sich die Unbekannten auch von einem schweren Tresor nicht aufhalten, den sie öffnen. Einen Möbeltresor nehmen sie gleich ganz mit. Bargeld fällt ihnen bei einem weiteren Einbruch in Vaterstetten in die Hände. Beim nächsten Fall in Baldham durchwühlten die Täter ein Haus in der Karl-Böhm-Straße und entwendeten Wertgegenstände. Die Polizei kündigte daraufhin einen Infostand in Pöring an, den sie auch durchführte. Vorher aber brachen Unbekannte noch in ein Reiheneckhaus in Ebersberg ein und fanden Bargeld.

In einem weiteren Fall in Baldham wäre es fast zu einer Begegnung mit den Einbrechern gekommen, als ein Verwandter der abwesenden Bewohnerin nach dem Rechten sehen will und Geräusche im Haus hört. Der Unbekannte konnte flüchten.

In Ebersberg wurden kurz darauf zwei Einbrecher erwischt, als sie mit einer Fonduegabel eine Wohnungstüre öffnen wollten und dabei einer Nachbarin auffielen, die sofort die Polizei verständigte. Die Einbruchsserie war damit aber nicht zu Ende, im Gegenteil. Die Täter wurden immer frecher und versuchten einen zweiten Einbruch in einem Haus in Baldham, in dem sie Wochen zuvor schon Erfolg hatten.

In Vaterstetten und Baldham ereigneten sich kurze Zeit später zwei weitere Einbrüche, bei denen unter anderem hochwertige Uhren geklaut wurden. Eine Dönerbude erwischte es anschließend in Markt Schwaben. Geklaut wird die Fleischspießmaschine.In einem Fall bekam ein Haus in Baldham sogar zweimal hintereinander „ungebetenen Besuch.“

Dann gab es gleich drei Einbrüche an einem Tag: In Anzing, Gelting und Poing. Die Täter wurden immer dreister, allerdings auch immer hastiger. Im jüngsten Fall eines Einbruchs in Baldham verloren die Unbekannten auf der Flucht eine Geldkassette.

„Wir hoffen auf einen Spur-Personentreffer, etwa einen Fingerabdruck“, sagt Hintereder in dieser Situation. Spuren habe es gegeben, die derzeit ausgewertet werden. Aus der Belohnung, die ein Vaterstettener ausloben wollte, wurde nichts. „Die muss der Staatsanwalt aussetzen“, so Hintereder.

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