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So sieht die Schammacher Kreuzung im Moment aus. Demnächst soll hier ein Kreisel entstehen.

Landkreis Ebersberg folgt Grafinger Antrag

Schammacher Kreisel bekommt grünes Licht

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Es ist ein umfangreiches Programm, das der Umweltausschuss des Kreistags jetzt beschlossen hat. Nur bei wenigen Vorhaben wurde intensiver diskutiert, wie etwa beim geplanten Kreisel an der  „Schammacher Kreuzung“, der Einmündung der EBE 8 von Grafing-Bahnhof kommend in die EBE 13 von Grafing nach Glonn.

Landkreis – Den Antrag dazu hatte die Stadt Grafing gestellt. Begründet wird dies mit der Dauerkritik aus der Bevölkerung. Seit der Verkehrsfreigabe der Ortsumfahrung und der dabei verfügten Umleitung des Lkw-Durchgangsverkehrs habe sich die Verkehrsbelastung auf der EBE 8 zudem weiter erhöht, so das Rathaus. Die Abbiegespur von Glonn in Richtung Grafing-Bahnhof sei im Berufsverkehr zu kurz. Das führt zu Rückstaus in die EBE 13. Und wenn eine S-Bahn angekommen ist, ist das Abbiegen schwierig. Mit dem geplanten Berufsschulzentrum in Grafing-Bahnhof wird es laut Landrat Robert Niedergesäß (CSU) eine weitere Verkehrszunahme geben.

Das sah auch der Umweltausschuss in der Sitzung im Juni so. Das Projekt wurde einstimmig beschlossen. Die Kosten werden allein für den Bau auf rund 800 000 Euro geschätzt. Es werden jedoch staatliche Zuschüsse erwartet.

Angesichts des hohen Betrages wollte Philipp Goldner (Grüne) prüfen lassen, ob nicht eine Ampellösung auch funktionieren würde, die dann wohl deutlich günstiger komme. Ein Kreisverkehr mache dann Sinn, wenn alle Äste gleich seien, so Matthias Kreuz vom Bauamt Rosenheim. Hier gebe es allerdings komplexe Verhältnisse. „Um das genau zu beurteilen, müsste man eigentlich ein Verkehrsgutachten machen lassen, wenn man das möchte.“ Kreuz verwies auf den Fahrradverkehr und betonte, er sei ein kreiselkritischer Mensch. An dieser Stelle sei jedoch ein Kreisel besser als eine Ampel.

Nun geht es um den notwendigen Grunderwerb für das Projekt. Sollte der noch bis Ende August abgeschlossen werden können, könnte die Maßnahme 2019/2020 umgesetzt werden.

Kritik an der Bahn kam bei einem anderen Projekt, nämlich beim Bahnübergang bei Wiesham (Stadt Grafing). Dort sehe der Landkreis einen dringenden Bedarf für ein zweites Gleis, auch wenn es um die Ertüchtigung der Strecke im weiteren Verlauf bis Wasserburg geht, so Landrat Niedergesäß in der Sitzung. „Darauf sollten wir uns vorbereiten.“

„Es ist ein Trauenspiel mit der Bahn, die eine 100-prozentige Tochter des Bundes ist“, so Goldner. Der Landrat sprach von einem „Ewigkeitsprozess“. Zumindest soll jetzt aber beim Thema Sicherheit etwas geschehen. Gebaut werden soll eine Halbschranke auf jeder Seite. „Für die Sicherheit ist es wichtig, dass beschrankt wird. Das hat Priorität“, so Niedergesäß.

Teuer werden könnte es bei einem Stück der EBE 13 im Süden von Glonn zwischen Heckenweg und Mattenhofener Straße. Dort ist die Straße im Bewegungsverkehr von Lkw oder großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen sehr eng. Die wenigsten Fahrer berücksichtigten dies durch entsprechenden angepasste Geschwindigkeit, so das Landratamt. Es werde oft auf den parallel laufenden Fußweg ausgewichen, was regelmäßig zur Gefährdung von Fußgängern führt. Eine „befriedigende bauliche Lösung“ sei jedoch kaum möglich. Eine talseitige Straßenverbreiterung mit Stützwand, wie dies bei einem Projekt am Glonner Ortseingang umgesetzt wurde, würde laut Landratamt vermutlich eine Million Euro kosten. Nun soll zunächst mit verkehrsregelnden Maßnahmen und einer baulichen Veränderung am Fußweg versucht werden, die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

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