Verband schlägt Alarm

Im Landkreis Ebersberg wird viel zu wenig gebaut

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Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: Im Landkreis sind im vergangenen Jahr 579 Neubauwohnungen entstanden – 283 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das ist zu wenig, sagen Experten. 

Landkreis  Auf die aktuellen Zahlen hat jetzt das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich Baugewerkschaft IG BAU und Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Insgesamt haben die Bauherren im Landkreis demnach im vergangenen Jahr 196,2 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn Ebersberg seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Bayern betroffen ist“, sagt Karl Bauer vom Verbändebündnis.

Insgesamt seien bundesweit 2017 lediglich 285 000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375.000 pro Jahr. „Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in Bayern noch bundesweit aus“, so der Regionalleiter der IG BAU in Bayern, Karl Bauer.

Rubriklistenbild: © dpa / Armin Weigel

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