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Einer Fülle guter Vorschläge wurden von den Mitgliedern des Arbeitskreises „Fahrradfreundlicher Landkreis“ erarbeitet, die auch auf Karten dargestellt wurden. Rechts Landrat Robert Niedergesäß. 

Landratsamt Ebersberg initiiert Ideensammlung

50 Kilometer neue Radwege im Landkreis

„Ein Feuerwerk der Kreativität“, hat Landrat Robert Niedergesäß mit seinem Vorhaben ausgelöst, den Landkreis Ebersberg fahrradfreundlicher zu gestalten.

Landkreis Das jedenfalls war nach Ansicht der Kreisbehörde das Fazit aus dem Workshop „Fahrradfreundlicher Landkreis – Radwegeplanung 2030“, das Brigitte Keller, zuständige Abteilungsleiterin im Landratsamt, am Ende der Veranstaltung gezogen hat.

Nachdem Niedergesäß 2017 das Thema „fahrradfreundlicher Landkreis“ in den zuständigen Kreisgremien eingebracht hatte, lud der Landrat alle bisher Beteiligten und Aktiven zu einem Arbeitstreffen ein: Bürgermeister, Mitglieder des Umwelt- und Verkehrsausschusses im Kreistag, des Runden Tisches „Radwege“, des ADFC und des staatlichen Straßenbauamtes Rosenheim.

Sie alle befassten sich in fünf verschiedenen Arbeitsgruppen mit allen in den letzten Jahren von verschiedener Seite vorgeschlagenen Radwege-Projekten, die insgesamt Potenzial für weit über 50 Kilometer neuer Verbindungen bieten. Ziel der Veranstaltung war es, dem Umweltausschuss zu seiner Sitzung im Frühjahr konkrete Empfehlungen für die weitere Entwicklung des „Fahrradfreundlichen Landkreises Ebersberg“ geben zu können.

Insgesamt liegen derzeit 24 Vorschläge für einen Neu- bzw. Ausbau von Radwegeverbindungen im gesamten Landkreis vor. Moderatoren vom „Runden Tisch Radwege“ haben den Workshop-Teilnehmern alle Projektvorschläge vorgestellt, inklusive einer Priorisierung der einzelnen Vorhaben. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, die Projekte zu beurteilen und weitere Ideen einzubringen. In weiten Bereichen folgten sie den Umsetzungsvorschlägen des „Runden Tisches Radwege.“

Es gab aber auch ganz konkrete Vorschläge von Alternativtrassen, so zum Beispiel auf dem Weg von Glonn zum Kastensee. Dort ortskundige Teilnehmer des Workshops regten an, bestehende Feld- oder Waldwege einzubeziehen. Sie müssten zwar in der Regel ertüchtigt werden, aber damit könnte ein teurer Neubau eines Radwegs vermieden werden.

Sehr fundiert wurde beispielsweise auch über die Radwegeverbindung zwischen Grafing-Bahnhof und Glonn entlang des ehemaligen Bahndamms diskutiert.

Ideal für die Radfahrer wäre eine teilweise Sperrung oder Widmung als Fahrradstraße der Staatsstraße 2351 und die Beschränkung des motorisierten Verkehrs auf die Anlieger zwischen Glonn und Moosach bis zur Abzweigung Richtung Steinsee. Das ist ein auch rechtlich komplexes Unterfangen, das nun sehr genau geprüft werden soll und viel Entspannung in die Diskussion mit Naturschutz und Jägerschaft bringen könnte. „Wenn es klappen würde, wäre das ein großer Fortschritt bei diesem zentralen Projekt“, so die Kreisbehörde in ihrem Fazit.

Der Landrat möchte in der strukturellen Zusammensetzung des Workshops eine Lenkungsgruppe einsetzen, die sich künftig mindestens einmal jährlich treffen soll, um den Fortschritt der Projekte zu begleiten und eventuell neue Maßnahmen zu beraten.  ez

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