Im Wahlkreis Ebersberg-Erding

200 000 Wähler können Stimme abgeben

  • Robert Langer
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Rund 200 000 Bürger sind am Sonntag, 24. September, im Wahlkreis Erding-Ebersberg zu den Wahlurnen gerufen. Rund 98 000 Personen können in 151 Wahlbezirken im Landkreis Ebersberg ihre Stimme abgeben.

Landkreis – Möglicherweise steigt die Zahl noch, nämlich dann, wenn für die Briefwähler zusätzliche Bezirke gebraucht werden. Die Briefwahl wird nämlich immer beliebter. In Vaterstetten beispielsweise haben bereits 5004 von insgesamt rund 16 500 Wahlberechtigten die Unterlagen beantragt, Stand Montag. Möglich ist dies noch bis Freitag, 18 Uhr, in den jeweiligen Rathäusern.

Im Landkreis Ebersberg gibt es übrigens vier so genannte „repräsentative Wahlbezirke“, in Grafing, Markt Schwaben und zwei in der Gemeinde Vaterstetten. Dort werden zusätzliche statistische Daten erhoben, mit denen das Wahlverhalten, und zwar die Wahlbeteiligung und die Stimmabgabe analysiert, werden. Die Statistik gibt über das amtliche Wahlergebnis hinaus beispielsweise Informationen darüber, in welchem Umfang sich die Wahlberechtigten nach Geschlecht und Geburtsjahresgruppen an der Wahl beteiligt haben und auf welche Weise Stimmen ungültig abgegeben wurden. Das Wahlgeheimnis bleibt laut Bundeswahlleiter gewahrt.

Zur Wahl stehen am kommenden Sonntag acht Direktkandidaten. Vertreten ist der Wahlkreis Erding-Ebersberg derzeit in Berlin mit zwei Abgeordneten, nämlich Andreas Lenz (CSU) aus Frauenneu-harting und Ewald Schurer aus Ebersberg (SPD). Beide treten am Sonntag erneut an. Lenz (36) holte vor vier Jahren, als er das erste Mal kandidierte, 55,4 Prozent der Erststimmen. Das waren fast sieben Prozentpunkte mehr als sein Vorgänger Max Lehmer 2009 erreicht hatte. Schurer (63) kam 2013 auf 19,1 Prozent. Er zog wegen seiner guten Position auf der Landesliste der Genossen in den Bundestag ein. Der Ebersberger ist seit 1998, mit einer dreijährigen Unterbrechung, Mitglied im Parlament in Berlin.

Weitere Direktkandidaten sind am Sonntag Anna-Maria Lanzinger (Erding, Grüne), Peter Pernsteiner (Zorneding, FDP), Brigitte Susanne Fischbacher (Baldham, AfD), Lukas Schmid (Baiern, Die Linke), Christina Treffler (Erding, ödp) und Andreas Zimmer (Inning am Holz, BP).

Länger ist die Liste bei der Zweitstimme. Insgesamt werben 21 Parteien um die Gunst der Wähler. Vor vier Jahren hatte die CSU mit 51,1 Prozent das beste Ergebnis eingefahren, was gegenüber 2009 mit damals 43,9 Prozent ein deutliches Plus bedeutete.

Die SPD kam 2013 im Wahlkreis auf 16,6 Prozent. Das war ebenfalls mehr als vier Jahre zuvor (13,7 Prozent).

Schwere Einbußen musste 2013 die FDP hinnehmen. Wenn es nur nach dem Wahlkreis Erding-Ebersberg gegangen wäre, hätten die Liberalen dennoch mit 5,1 Prozent knapp in den Bundestag einziehen können. 2013 waren es noch 15,9 Prozent gewesen.

Deutliche Stimmenverluste 2013 auch bei den Grünen. Sie erreichten 8,8 Prozent nach 12,5 Prozent vier Jahre zuvor.

Über der Fünf-Prozent Hürde lag vor vier Jahren im Wahlkreis die AfD mit 5,2 Prozent.

Um die Zweitstimme bewerben sich am Sonntag zudem unter anderem Die Linke, die Freien Wähler, die ödp, die Piraten und die Bayernpartei, aber auch „Exoten“ wie die Tierschutzpartei, die Grundeinkommenspartei, die Partei für Gesundheitsforschung, die Deutsche Mitte und die Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer.

Rubriklistenbild: © Eibner-Pressefoto

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