Christoph Hollender, Ebersberger Zeitung

Kommentar zu regionaler Lebensmittelversorgung im Landkreis Ebersberg

Das Gute so nah

Bauern- und Hofläden werden mehr oder vergrößern – in ganz Bayern und auch im Landkreis Ebersberg. Frische und saisonale Produkte aus der Region stehen hoch im Kurs. Auch Milch selber zapfen wird beliebt. Das kommentiert EZ-Mitarbeiter Christoph Hollender.

Gutes muss nicht von weit her kommen! Das gilt auch für das Essen. Kaufen Sie doch öfter mal in Hofläden oder auf Bauernmärkten ein. Die Lebensmittel dort sind frisch, schmecken und man unterstützt regionale Landwirte.

Natürlich muss man sich einen solchen Einkauf leisten können, denken viele, denn ganz so „billig“ wie im Discounter sind die Lebensmittel nicht. Simmt nur zum Teil. Ja, so manche Bergkäsesorte ist teuer, ist sie aber auch im Supermark, sofern es echter langgereifter Bergkäse ist. Die Qualität von gutem Käse schmeckt man, die Milch kommt oft von Weidekühen der Region. Gemüse hingegen kostet im Hofladen nicht immer mehr als im Discounter. Der Unterschied ist: Es gibt im Hofladen eben nur das, was zur aktuellen Jahreszeit wächst. Das können spannende Sachen sein, zum Beispiel im Winter Kohl und Kraut: das inspiriert zu neuen Rezepten.

Toll ist bei Hofläden, dass die Bauern keine langen Transportwege haben – man tut also auch etwas für die Umwelt. Der Kunde sieht, wo sein Essen herkommt. In die Ställe der Tiere kann man bei vielen Hofladenbesitzern hineinschauen und die Hühner auf der Wiese beim Gackern beobachten, schön. Das überzeugt Kunden. Und auch das Einkaufen selbst macht „am Bauernhof“ Spaß. Weniger Stress und Hektik als im lauten Discounter, durch den die Kunden massenhaft wie die Waren selbst durchgeschoben werden.

Zum Schluss noch ein persönlicher Hofladen-Rezept-Tipp: Frisch Geräuchertes, mit reschem dunklen Bauernbrot und frisch geriebenem Meerrettich – eine regionale Brotzeit.

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