Petition wird vorbereitet

Lärmschutz an der Bahn: Kreis Ebersberg sagt Hilfe zu

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Es ist eine klare Aussage aus dem Kreis-Umweltausschuss. Das Gremium unterstützt die Initiativen, die einen wirkungsvollen Lärmschutz an der Bahn fordern.

Landkreis – Der Kreistag soll eine Petition an den Bund und den Freistaat Bayern beschließen. Es gehe darum, „das Maximum an Lärmschutz für unsere Bürger zu fordern“, sagte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) in der Sitzung.

Zudem soll noch in diesem Jahr ein Hearing mit allen Beteiligten zum Thema „Lärmschutz an der Bahnlinie Trudering-Rosenheim“ durchgeführt werden. Aufgenommen wird die Forderung, die Bahnstrecke mit dem Zulauf zum Brenner-Basistunnel als Neubaustrecke zu sehen, womit auch ein höherer Lärmschutz verbunden ist. Ähnlich sind Forderungen aus mehreren Gemeinden, die bereits Beschlüsse gefasst haben, zuletzt in dieser Woche Aßling, auch mit dem Hinweis auf die steigenden Zugzahlen, den zunehmenden Güterverkehr und die zu erwartende Entwicklung in Bezug auf den Brennerbasistunnel. „Wir schließen uns diesen Beschlüssen an“, so Niedergesäß. Der Landkreis werde eine koordinierende Rolle übernehmen.

Reaktion von Susanne Höpler von der Bürgerinitiative Kirchseeon in der Sitzung: „Ich freue mich sehr über die Unterstützung des Landkreises.“ Jahrelang hätten die Lärmbetroffenen an der Bahn das Gefühl gehabt, es passiere nichts, „wir sind dem ausgeliefert“. In Rosenheim werde schon seit Jahren diskutiert. „Aber wir wurden außen vor gelassen.“ Nun aber bewege sich etwas.

SPD-Kreisrätin Ursula Bittner betonte, angesichts der Entwicklung beim Brennerbasistunnel müsse man jetzt handeln. Österreich sei da schon viel weiter. Philipp Goldner (Grüne) bedankte sich bei den Bürgerinitiativen, „dass sie die Gemeinden dazu gebracht haben“, relativ gleiche Beschlüsse zu Lärmschutzforderungen zu fassen. Die Kreisräte seien in der Vergangenheit auch nicht untätig gewesen. „Aber wir kamen nicht weiter.“

Landrat Niedergesäß hatte zuvor auf Anträge aus verschiedenen Fraktionen hingewiesen. „Das Thema ist für uns im Gremium nicht neu.“ Auch der verstorbene SPD-Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer haben sich intensiv für das Thema eingesetzt. Niedergesäß, der früher Bürgermeister in Vaterstetten war, betonte, er sei an der Bahn aufgewachsen. In der Großgemeinde habe man auch Lärmschutz umgesetzt, mit einem Bundesprogramm. Die Konstruktion sei ein Novum gewesen, mit Holzwände, der Zwischenraum mit Strohballen gefüllt. Aus der Bevölkerung seien zunächst vernichtende Rückmeldungen gekommen. Die Gemeinde habe dann Berechnungen in Auftrag gegeben, was Veränderungen ergeben könnten und auf eigene Kosten die Lärmschutzwände erhöht.

Der Landrat betonte, egal aus welchem Steuertopf die Maßnahme finanziert werde, sie müsse „etwas bringen“ und dürfe keine „gefühlte Beruhigenspille“ sein.

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