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Demokratie kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Auch weil man sich dafür einige Nächte um die Ohren hauen muss, etwa wenn man Wahlhelfer ist.

Gemeinden suchen Wahlhelfer

Mehr Geld, Häppchen und Getränke

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Demokratie kann anstrengend sein, etwa wenn man Wahlhelfer ist. Die müssen bei Laune gehalten werden, wenn sie nicht zwangsverpflichtet werden sollen.

Landkreis – In letzter Zeit häufen sich die Termine: Im vergangenen Oktober waren Landtags- und Bezirkstagswahlen. Besonders die Wahlen zum Bezirk verursachten einen hohen Aufwand. Bis das endgültige Ergebnis vorlag, dauerte es Tage. Am 26. Mai, also in 13 Wochen, sind die Bürger im Landkreis aufgerufen, ihre Stimme zur Europawahl abzugeben. Und dann geht es am 15. März 2020 mit der Kommunalwahl weiter – vielleicht sogar mit Stichwahlen in der einen oder anderen Gemeinde.

Freiwillige dringend gesucht

Für alle Urnengänge werden dringend freiwillige Helfer gesucht, die als Beisitzer in den Wahllokalen und bei der Stimmenauszählung dafür sorgen, dass alles ordnungsgemäß abläuft. Die Ergebnisse werden im Landratsamt Ebersberg gesammelt und von Kreiswahlleiter Andreas Wenzel veröffentlicht.

Für die Wahlhelfer aus den Verwaltungen der Rathäuser selbst gibt es meistens einen freien Tag: „Beschäftigte öffentlicher Arbeitgeber erhalten für ihre Tätigkeit im Wahllokal in der Regel einen freien Ausgleichstag“, schreibt zum Beispiel die Stadt Grafing auf ihrer Website. Wer selbst Interesse hat, in einem Wahllokal in Grafing zu helfen, kann sich per E-Mail bei wahlamt@grafing.bayern.de melden. Und wer in Ebersberg helfen will ruft bei Thorsten Karbstein (0 80 92) 82 55 59 an. Auch Vaterstetten sucht freiwillige Helfer unter wahl@vaterstetten.de. Poing und Kirchseeom haben schon genug, ergab eine telefonische Nachfrage.

Versorgung unterschiedlich geregelt

Wer den ganzen Tag oder längere Zeit in einem Wahllokal als Aufsicht oder Helfer verbringt, der bekommt Hunger und Durst. Müssen die Unterstützer ihre Brotzeit und ihren Tee selbst mitbringen? Die Versorgung ist unterschiedlich geregelt. Bier gibt es keines, schließlich ist eine Wahl eine nüchterne Angelegenheit. „Das gibt es schon seit Jahren nicht mehr“, sagt Markus Weißmüller von der Stadt Grafing. Die Wahllokale in Grafing werden im Zwei-Schicht-Betrieb geführt. Je nach Tageszeit gibt es dabei Kaffee und Wurstsemmeln, am Nachmittag Kuchen und am Abend „wenn alle zum Auszählen zusammenkommen“ noch einmal eine Brotzeit und Getränke. Außerdem bekommen die Wahlhelfer ein „Erfrischungsgeld“, das den Kommunen bei den Europawahlen wieder erstattet wird, so Weißmüller.

45 Euro gibt‘s in Markt Schwaben

In Markt Schwaben wurde das Erfrischungsgeld von 30 Euro auf 45 Euro erhöht. „Ich suche noch Helfer für die Europawahl und auch für die Kommunalwahl können sich bereits Leute bei mir melden“, sagt die für die Wahlen zuständige Beate Käser. 144 Leute muss sie dafür zusammentrommeln. „In jedem Wahllokal gibt es eine Kiste mit kalten Getränken und belegte Semmeln für die Helfer. Bei Bedarf wird auch noch nachgeliefert“, versucht Käser die Mithilfe schmackhaft zu machen. Generell sei es schwierig, genügend Personen zu finden. In Markt Schwaben kommt noch ein weiterer Wahltermin dazu, es könnte nämlich am 29. März 2020 eine Stichwahl notwendig werden. „Die Personen müssten also an beiden Tagen Zeit haben.“

Bier erst zum Schluss

In Zorneding gibt es sogar 50 Euro Erfrischungsgeld. Die Wahlhelfer bekommen am Vormittag eine Brotzeit, am Nachmittag Kuchen und am Abend „Fingerfood“ und dazu „kalte uns warme Getränke“, kündigt Eva Möller von der Verwaltung an, die für die Wahlen zuständig ist. Und Bier gebe es auch – aber erst, wenn die Wahlergebnisse von den einzelnen Wahllokalen im Rathaus abgegeben werden „und stimmen“. Das sei so eine Art „Absacker“, sagt Möllers. Für die Damen unter den Wahlhelfern werde es sogar ein Gläschen Sekt geben, macht sie Werbung für die Tätigkeit als Wahlhelfer.

Lesen Sie auch: Keine Sperrklausel bei der Europawahl 2019

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