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Viel Verkehr herrscht auf der Flughafentangente. Das Überholen von Lastwagen kann da sehr gefährlich werden. 

Landkreis Ebersberg für dreispurigen Ausbau der FTO

Mehr Sicherheit auf der Tangente

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Sicherer soll es künftig auf der FTO im Bereich des Landkreises Ebersberg werden. Der Kreistag hat sichfür einen dreispurigen Ausbau der Straße ausgesprochen. Zudem sollen die Einfädelspuren verlängert werden.

Landkreis – Die CSU wollte einen Ausbau mit vier Spuren. Die SPD hatte jedoch klar gemacht, da nicht mitzugehen. Max Weindl, Kreisrat der Freien Wähler aus Markt Schwaben, meinte, der Kreistag könne in Bezug auf die Verkehrssicherheit mehr Verantwortung zeigen, wenn alle gemeinsam für einen dreispurigen Ausbau stimmten. Denn der könnte sehr viel rascher realisiert werden. Schließlich gab es einen Kompromiss.

Weitgehende Einigkeit herrschte darin, dass die Region wächst und der Verkehr zunimmt. „Wir boomen, können vor Kraft nicht mehr laufen und haben den Verkehrskollaps“, sagte SPD-Kreisrat und Bundestagsabgeordneter Ewald Schurer. „Dass die Strecke gefährlich und unfallträchtig ist, ist klar.“ Auch deshalb müsse man die FTO ausbauen, forderte CSU-Kreisrat und Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz im Kreistag zur Begründung des Antrags der CSU/FDP-Fraktion. „Das ist ein wichtiger Schritt für die Region.“

Derzeit gibt es für den nördlichen Bereich der FTO Ausbaupläne, jedoch nicht für den Streckenabschnitt im Landkreis Ebersberg. Lenz hatte sich zusammen mit Parteikollegen und den CSU- Landräten von Ebersberg und Erding an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gewandt. Der Freistaat ist für die Straße zuständig. Die Antwort liegt seit Ende Juni vor. Der Minister sichert eine Prüfung der Verkehrsnachfrage zu, auf deren Basis dann eine weitere Diskussion erfolgen könne.

Da hätten die Befürworter des Ausbaus doch schon alles erreicht, was sie wollten, meinte Philipp Goldner (Grüne). Seine Fraktion lehne einen Ausbau weiter ab. „Es gibt ein Dutzend Straßen im Landkreis mit deutlich höherer Belastung.“ Die Verlängerung der Beschleunigungsstreifen würden die Grünen aus Gründen der Verkehrssicherheit jedoch mittragen. Noch sicherer sei jedoch, so Goldner, wenn die Menschen mit der S-Bahn fahren könnten. Goldner forderte erneut den Bau des Ringschlusses.

Dem schloss sich auch Schurer (SPD) an. Bayern mache hier mit 20 Jahren Verzögerung das, was der Flughafen wirklich brauche. Es werde aber noch zehn Jahre dauern, bis der Ringschluss funktioniere. Der sei aber nötig, bevor man über eine dritte Startbahn diskutiere. Man müsse auch Konsequenzen ziehen aus der aktuellen Klimadebatte. Und Schurer erwähnte das Nadelöhr der Bahnstrecke bei Markt Schwaben. Seine Fraktionskollegin Ursula Bittner (SPD) sprach wegen des zunehmenden Lkw-Verkehrs für einen dreispurigen Ausbau der FTO aus. Den benötige man für sicheres Überholen.

Gegen die Pläne votierte hingegen Renate Glaser (SPD): „Angebot schafft Nachfrage“, so ihr Argument. Und: Man fördere Prognosen „anstatt sinnvoller Alternativen“.

Lenz (CSU) betonte hingegen: „Wir wollen keine neuen Straßen bauen, sondern den Bestand erweitern. Auch der ÖPNV spielt eine wichtige Rolle. Beim Ringschluss sind wir so weit, wie noch nie.“

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