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Armin Rösl

KOMMENTAR

Klimaanträge in Rathäusern: Schluss mit hyperventilieren!

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Warum nur wollen allerorten Parteien plötzlich den „Klimanotstand“ oder gar eine „Klima-Task-Force“  ausrufen bzw. einsetzen? Ein Kommentar zur Flut von Klimaanträgen: 

Na klar ist das jetzt böse, aber: Für Parteien und politische Gruppierungen allerorten kommt es nicht ungelegen, dass die Klimadiskussion gerade jetzt in aller Munde ist. Wo doch in fünf Monaten Kommunalwahlen sind. Landauf, landab herrscht ein regelrechter Wettlauf, wer denn als Erster in Stadt- oder Gemeinderat einen Antrag einbringt, um die Kommune wahlweise als „Klimaschutzzone“ oder um für sie den „Klimanotstand“ auszurufen.

Mancherorten wird gar der Ruf nach einer „Klima-Task-Force“ laut. Mit Klima punkten. Puuh. Mit dem Wind, der von Politikern groß und klein momentan ums Klima gemacht wird, könnte man locker mehrere Windräder betreiben. Aber die will ja wiederum keiner vor seiner eigenen Tür haben. Seufz.

Natürlich gibt es den Klimawandel, unbestritten, und klar ist jeder gefordert, sein Leben zu überdenken und Möglichkeiten zu finden, wie er sich so verhalten kann, dass auch die Generationen nach ihm noch was von dieser Welt haben. Jeder Tag muss für die Zukunft sein (Ich sage: „Every day for Future“) statt nur der Freitag („Fridays for Future“).

Dass aber Kommunen im Münchner Umland offiziell den Notstand und ähnliches ausrufen, gleichzeitig aber so gut wie jeden verfügbaren Quadratzentimeter für Gewerbegebiete oder Wohnungsbau verwenden (müssen), das ist unglaubwürdig und lächerlich. Und dass der Öffentliche Nahverkehr, insbesondere die S-Bahn, auf dem Stand von Gretas Urgroßeltern ist, weiß zwar eh jeder – es ändert sich halt nur nichts.

Klima-, Umwelt- und Artenschutz sind zu wertvoll, um für populistische politische Anträge herzuhalten. Deren Forderungen oftmals gar nicht umgesetzt werden können, sei es aus thematischen oder rechtlichen Gründen. Viel mehr hilft ein sensibler, kluger und intelligenter Umgang mit unserer Welt. Für jeden Kreis-, Stadt- und Gemeinderat sollte es selbstverständlich sein, ans Klima, an die Umwelt und an die nächsten Generationen zu denken. Dafür braucht’s keine marktschreierischen Anträge und keine heiße Luft durch Hyperventilation, sondern schlichtweg gesunden Menschenverstand.

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