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Kommt der Windpark im Ebersberger Forst oder nicht? Der Kreistag wird sich bald entscheiden müssen.

Kreistag muss bei Vorhaben im Ebersberger Forst Farbe bekennen 

Windenergie unter Zugzwang

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Wie geht es mit dem geplanten Windpark im Ebersberger Forst weiter? Die Antwort darauf wird der Kreistag nicht mehr allzu lange schuldig bleiben dürfen.

Landkreis  – An der Grenze von Oberbayern und Mittelfranken wurde kürzlich im Raitenbucher/Workerszeller Forst der größte Wald-Windpark im Freistaat mit 16 Anlagen eröffnet. Sie sollen so viel Strom liefern, dass damit rund 38 000 Haushalte versorgt werden könnten. Im Ebersberger Forst ist ein Windpark mit fünf Anlagen geplant. Ob die jedoch gebaut werden und ans Netz gehen können, ist noch offen.

Bei der Umsetzung des Projektes gibt es Probleme. Denn der Forst ist Landschaftsschutzgebiet, ein streng geschützter Bereich. Der Ebersberger Kreistag hatte in den 1960er und 1980er Jahren dazu Beschlüsse gefasst. Eine Erlaubnis für die Windräder beziehungsweise eine Befreiung ist nach den geltenden Vorgaben zum Schutzgebiet eigentlich nicht möglich, wie es schon im Sommer hieß. Wie das Landratsamt jetzt aber mitteilt, wird weiter nach einer guten Lösung gesucht.

Bauen will die Windräder das Münchner Unternehmen Green City Energy. Geplant wird bereits seit 2011. In der Firma wird man langsam ungeduldig. Die großen Schwierigkeiten, die dem Vorhaben entgegen gestanden hätten, seien ausgeräumt worden, so Projektentwickler Severin von Woyna. Dabei ging es unter anderem um das Wasserschutzgebiet der Stadt Ebersberg und die Belange der deutschen Flugsicherung für den Flughafen im Erdinger Moos. Mehrmals wurde umgeplant.

„Wir wollten eigentlich die nächstens Schritte gehen“, so von Woyna. Dann aber seien die Einwände wegen des Landschaftsschutzgebietes gekommen. „Wir sind sicher, dass das Projekt damit in Einklang zu bringen ist“, betont der Entwickler. Das müsse jetzt aber der Landkreis Ebersberg klären.

„Wir glauben weiter an das Projekt. Und wir glauben auch, dass wir einen guten Standort gefunden haben“, betont von Woyna. Green City Energy wolle einen Beitrag dazu leisten, „dass die Energiewende im Landkreis Ebersberg ankommt“. Zum jetzigen Zeitpunkt sei das Vorhaben umsetzbar. „Aber wir können nicht sagen, wie sich die Rahmenbedingungen in den nächsten zwei Jahren ändern“, warnt von Woyna. Eine unendliche Verzögerung sei nicht möglich. „Wir brauchen Klarheit.“

„Wir wollen versuchen, eine Lösung zu finden, die auch rechtssicher möglich ist“, betont Kreisklimaschutzmanager Hans Gröbmayr. Klar müsse aber auch sein, dass damit der generelle Schutz des Forstes nicht aufgeweicht werden dürfe. Man müsse sich auch anschauen, wie die Probleme beim Windpark im Raitenbucher Forst gelöst worden seien. Dort gab es eine Reihe von Maßnahmen zum Naturschutz, unter anderem spezielle Regelungen für Schwarzstörche und Fledermäuse. Möglicherweise könne man bestimmte Aspekte auf das Ebersberger Projekt übertragen, so Gröbmayr.

Der Windpark im Ebersberger Forst ist als Leuchtturmprojekt für die Energiewende im Landkreis geplant. Derzeit gibt es nur ein großes Windrad im Landkreis, das vor Kurzem in Hamberg (Gemeinde Bruck) offiziell eingeweiht wurde.

Der Kreistag hat mit breiter Mehrheit beschlossen, dass der Landkreis Ebersberg bis zum Jahr 2030 unabhängig von endlichen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle sein soll. Kreisklimaschutzmanager Gröbmayr hatte erst kürzlich in seinem „Meilensteine“–Konzept aufgezeigt, was unternommen werden müsse, um dieses Ziel zu erreichen. In einem Szenario wären unter anderem 33 Windräder und eine ganze Reihe von Photovoltaik-Freianlagen notwendig,

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