Alternative zu Krippen und Kindergärten

Landkreis Ebersberg will mehr Qualität von Tagesmüttern

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Der Landkreis will die Qualität der Kinderbetreuung durch Tagesmütter als Alternative zu Krippen und Kindergärten steigern und dreht dazu an der Geldschraube. Betreuerinnen mit nur 100 Stunden Ausbildung sollen künftig weniger bezahlt bekommen, Tagesmütter mit einer höheren Qualifikation jedoch mehr.

Landkreis– Gleichzeitig wird den Betreuerinnen mit geringerer Ausbildung die Möglichkeit geboten, durch zusätzliche Schulung die bisher ausreichende Qualifikation zeitnah zu verbessern und eine Entgeldkürzung zu vermeiden.

Zudem wird der Beitrag, den die Eltern zahlen müssen, künftig geringfügig steigen. Dafür hat der Jugendhilfeausschuss des Ebersberger Kreistages jetzt die Voraussetzungen geschaffen.

Ein Beispiel: Eine Tagesmutter, die jeden Tag zwei Kinder vier Stunden betreut, erhält mit einer 100-Stunden-Ausbildung 870 Euro pro Monat, mit einer 300-Stunden-Ausbildung rund 1009 Euro pro Monat. Dazu kommen noch Beiträge zur persönlichen Altersvorsorge, zu Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung. Grundsätzlich sind Tagesmütter aber als Selbstständige eingestuft, was auch Auswirkungen auf ihren Urlaub hat. Finanziert wird das Angebot durch Beiträge der Eltern und durch öffentliche Zuschüsse.

Positive Reaktion im Ausschuss von Kreisrätin Franziska Hilger (CSU). Sie freute sich, dass das Angebot bei der Kinderbetreuung sehr breit sei. Hilger wies jedoch auch darauf hin, dass „die Tagesmütter nicht den großen Reibach“ machten. „Das ist nicht sehr lukrativ.“

Durch dieses Angebot würden die Gemeinden in Bezug auf Plätze in Kindergärten und Krippen entlastet, so Kreisrätin Bianka Poschenrieder (SPD). Die Richtlinien sollen an alle Kommunen weiter gegeben werden. Das sicherte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) zu. Man werde die Überlegungen im Rahmen der nächsten Bürgermeisterdienstbesprechung den Rathauschefs vorstellen.

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