+
Wählen in Zeiten von Corona: Desinfektionsspender in einem Grafinger Wahllokal.

Kommunalwahl 2020

Nach Kommunalwahl 2020 in Ebersberg: Grüne sind klarer Gewinner im Landkreis

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
    schließen

Nach Kommunalwahl 2020: Partei rückt vielerorts zur zweitstärksten Kraft nach der CSU auf. AfD-Schmidt fliegt raus.

Landkreis – Die Grünen sind im Landkreis Ebersberg die Gewinner der Kommunalwahl – auch wenn sie um ihren einzigen Bürgermeisterposten noch bangen müssen. Angelika Obermayr muss am Sonntag, 29. März, in die Stichwahl gegen ihren CSU-Herausforderer Christian Bauer.

Kommunalwahl: Grüne legen überall zu

In den Stadt- und Gemeinderäten konnten die Grünen überall zulegen – damit spiegelt sich der landesweite Trend auch in den Kommunalparlamenten des Landkreises wider. Der Hauptgegner der CSU, die immer noch beherrschende Kraft ist, wenngleich sie vielerorts Stimmverluste hinnehmen musste, ist grün. Exemplarisch lässt sich diese Entwicklung am Ergebnis der Landratswahl ablesen. Robert Niedergesäß fuhr mit 60,9 Prozent einen souveränen Sieg ein, seine Hauptkonkurrentin Waltraud Gruber von Grünen brachte es auf beachtliche 24,2 Prozent. Früher waren es die Sozialdemokraten, die mit solchen Ergebnissen aufwarteten, doch diese Zeiten scheinen – zumindest vorerst – vorbei. SPD-Landratskandidat Omid Atai landete mit seinen mageren 7,7 Prozent nur unwesentlich vor Robert Böhnlein von der Bayernpartei.

Grüne: Vor allem in größeren Kommunen auf dem Vormarsch

Vor allem in den größeren Kommunen sind die Grünen auf dem Vormarsch. In Stadträten von Grafing und Ebersberg sowie in etlichen Gemeinderäten wie in Poing, Markt Schwaben und Vater-stetten stellen sie die zweitstärksten Fraktionen. Die SPD ist weit abgeschlagen. In Ebersberg fuhren die Genossen ein halbwegs akzeptables Ergebnis ein – in der Heimatstadt der SPD-Landtagsabgeordneten Doris Rauscher. Doch selbst hier büßte die Partei einen Sitz im Stadtrat ein.

Qual der Wahl? Ein Poinger informiert sich über das Kandidatenangebot

AfD: Sie spielt keine Rolle im Landkreis

Keine Rolle spielt die AfD im Landkreis Ebersberg. Sie war bei den Gemeinderatswahlen nur in Vaterstetten angetreten – dort wo ihr Kandidat Manfred Schmidt (82) für einen handfesten Vorwahl-Skandal gesorgt hatte. Ihm wurde vorgeworfen, alte und kranke Menschen bei der Anwerbung für die AfD-Kandidatenliste übertölpelt zu haben. Schmidt gehört dem neuen Vaterstettener Gemeinderat nicht mehr an. Er wurde herausgewählt. Die AfD hat dort mit Brigitte Fischbacher ihre einzige Gemeinderätin. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fast gesamtes Personal kündigt gleichzeitig: Schock in katholischem Kindergarten
An einem Tag hat fast das gesamte Personal des katholischen Kindergartens Am Endbachweg gekündigt. Über 70 Kinder müssen ab September anderweitig untergebracht werden.
Fast gesamtes Personal kündigt gleichzeitig: Schock in katholischem Kindergarten
Schreck-Nachricht für Solaranlagen-Pioniere: Wer jetzt um die Photovoltaik-Förderung bangen muss
Besitzer von Solaranlagen im Landkreis Ebersberg bekommen momentan unangenehme Post: Ab einem bestimmten Alter gibt es für die Photovoltaik-Dächer keine Förderung mehr. …
Schreck-Nachricht für Solaranlagen-Pioniere: Wer jetzt um die Photovoltaik-Förderung bangen muss
Schock-Moment in der Nacht: Bewohner durch Schüsse geweckt - Ursache kurios
Schreck-Moment in Poing: In der Nacht zum Dienstag wurden mehrere Anwohner durch Schüsse geweckt.
Schock-Moment in der Nacht: Bewohner durch Schüsse geweckt - Ursache kurios
Urlauberinnen wollen auf Almhütte nur Tee kochen: Waldbrand droht - Feuerwehr steht vor irrwitzigem Problem
Salzburg/Abtenau: Ganze Holzhütte in Schutt und Asche - Urlauberinnen wohl unverletzt
Urlauberinnen wollen auf Almhütte nur Tee kochen: Waldbrand droht - Feuerwehr steht vor irrwitzigem Problem

Kommentare