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Mit dem Windradbau im Brucker Ortsteil Hamberg geht’s voran. Die private Initiative hatte erhebliche WIderstände zu überwinden. Jetzt hat das Verwaltungsgericht München die Nachbarschaftsklage gegen das Projekt abgewiesen.

Der Widerstand legt sich

Neuer Schwung für Windrad-Projekte im Landkreis Ebersberg

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Landkreis - Die Deutsche Flugsicherung gibt ihre Bedenken gegen einen Windpark mit Standort im Ebersberger Forst auf Höhe Anzing auf. Bisheriges Totschlagargument: Die Windräder könnten das Drehfunkfeuer in Ottersberg im Landkreis Erding stören. Neue Technik verhindert das.

Die neue Technik, die vielleicht ab dem Jahr 2018 schon in Ottersberg zum Einsatz kommen soll, scheint die Bedenken zu zerstreuen. „Das ist auch mein Kenntnisstand“, sagt der Ebersberger Klimaschutzmanager Hans Gröbmayr auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung. Ob jetzt im Forst tatsächlich gebaut werde, liege beim Projektanten. Dort ist man über die neue Entwicklung erleichtert: „Der Belang der Flugsicherheit hat sich perspektivisch gelöst, das bedeutet, wir gehen aktuell in die Planung des Windparks“, berichtet Laura Rottensteiner von „Green City“, der Firma, die den Windpark im Forst verwirklichen will.  „Aktuell prüfen wir eine Standard-Anpassung des Parklayouts. Bezüglich weiterer Belange sind wir mit allen Ansprechpartnern in Kontakt und ermitteln gemeinsam eine sinnvolle Umsetzung.“

Kristina Kelek von der Deutschen Flugsicherung konkretisiert auf Anfrage der Ebersberger Zeitung, dass die Radaranlagen in regelmäßigen Abständen einer Revision unterzogen würden. Dabei werde in Ottersberg auf sogenanntes Doppler-Drehfunkfeuer umgestellt, was eine höhere Störfestigkeit aufweise. Man habe deshalb dem Bundesamt für Flugsicherung empfohlen, nach vollzogener Maßnahme dem Ebersberger Windpark im Forst zuzustimmen. Die Baugenehmigungsbehörde – also das Landratsamt Ebersberg – sei entsprechend informiert worden. „Damit ist realistisch jedoch nicht vor 2019 zu rechnen“, sagt Kelek. Denn für den Umbau müsse auch noch ein Grundstückszukauf abgewickelt werden.

Für „Green City Energy“ ist der Zeitpunkt, zu dem diese Nachricht durchsickerte, denkbar günstig. Das unternehmen hat am 22. September begonnen, Bürgeraktien einzusammeln. Der Angebotszeitraum läuft noch bis zum 28. November 2016. „Der Ausgabepreis der Bürgeraktien wurde auf 32 Euro je Stück festgelegt“, wird dazu mitgeteilt. Aber: „Die vinkulierten Namensaktien sind nicht an der Börse gelistet, der Aktienhandel soll zukünftig auf einer eigenen Plattform abgewickelt werden.“

Finanzvorstand Frank Wolf berichtet auf der Internetseite der AG von einem „großen Interesse“. Der Verein Green City e. V. behalte sich jedoch weiterhin die Sperrminorität an der Green City Energy AG vor und setze „die ökologischen Leitplanken“. Mit seinen Kapitalanlagen verfolge das Unternehmen das Ziel, den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Europa durch die Beteiligung möglichst vieler Kapitalgeber zu finanzieren.

Wie im wirklichen Leben der Wind nicht immer von einer Seite kommt, scheint sich der Gegenwind, mit dem die Versuche im Landkreis Ebersberg zu kämpfen hatten, auf diese Weise nachhaltig Energie zu produzieren, aktuell etwas zu legen. Auch die private Initiative der Osterkling GmbH in Hamberg in der Gemeinde Bruck kommt voran. Wie Evelyn Schwaiger, Sprecherin des Landratsamtes Ebersberg, bestätigte, hat die Brucker Initiative um Hans Zäuner nach dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn, der der Initiative genehmigt wurde, nun ein Stück weitere Rechtssicherheit erlangt. Das Verwaltungsgericht München hat die Nachbarschaftsklage gegen ihr Projekt abgewiesen. Eine der letzten Hürden, die das Windradvorhaben in Hamberg zahlreich zu überwinden hatte, ist damit bewältigt. Die Kläger haben freilich die Möglichkeit, einen Antrag auf Zulassung einer Berufung vor dem Verwaltungsgerichtshof zu beantragen. Auch eine Klage des Landesbundes für Vogelschutz ist noch anhängig, berichtet Schwaiger.

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