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Vierbeiner finden keinen Gefallen am Silvesterlärm – warnen die Tierschützer im Landkreis Ebersberg. 

Wie Tierschützer Silvester feiern

Nicht alle böllern mit

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Landkreis Ebersberg - Für Tiere kann das Silvesterfeuerwerk zur Tortur werden. Wir haben nachgefragt, was Tierfreunde im Landkreis von der Knallerei halten und wie sie den Jahreswechsel verbringen.

Silvester kracht es gewaltig, und das nicht erst um Mitternacht: So mancher Hobby-Raketentechniker kann den Jahreswechsel kaum erwarten, weshalb vielerorts im Landkreis Ebersberg schon am Vormittag Böllerschüsse durch die Straßen hallen.

Tiere hingegen haben keinen Spaß an dem Silvester-Getöse. So manchem, der aktiv mit Tieren zu tun hat, macht das Sorgen.

Für Evelyn Bauer, die Vorsitzende des Ebersberger Tierschutzvereins, bedeutet der Jahreswechsel vermutlich Stress: „Selber schieße ich mit Sicherheit nicht“, sagt sie. „Das Feuerwerk schaue ich mir von drinnen an.“ Daheim in Baldham gibt Bauer auf ihren Hund acht, denn Böllerschüsse und das Pfeifen der Raketen sind besonders für Tiere mit empfindlichen Ohren belastend.

In der Silvesternacht entlaufen besonders viele Haustiere

Die Tierschützerin stellt sich außerdem auf nächtliche Einsätze ein: „Ich warte nur, dass das Telefon läutet“, erklärt Bauer. In der Silvesternacht entlaufen besonders viele Haustiere, vor allem vom Krach verängstigte Hunde, aber auch verschreckte Katzen. Sie schlagen dann als Fundtiere in der Tier-Auffangstation auf.

„Um zwölf werde ich dort sowieso mal nach dem Rechten schauen“, sagt die Tierschutz-Chefin. Im Ebersberger Tierheim, das momentan vor allem mit Fundkatzen ziemlich ausgelastet ist, „machen wir alles zu und hoffen, dass es in der Gegend nicht so schlimm wird“, sagt Bauer weiter. Den Raketen-Schützen will sie den Spaß nicht verderben, appelliert aber an die Hundehalter, ihre Tiere spätestens ab Mittag nur noch an der Leine mit nach draußen zu nehmen und auch Katzen möglichst in die Wohnung zu holen.

Für Vögel ist der Winter Ruhezeit

Draußen bleiben müssen hingegen Vögel und andere Wildtiere. Richard Straub, Vorstand des Landesbundes für Vogelschutz im Landkreis Ebersberg, sieht im Silvesterfeuerwerk durchaus eine Strapaze für seine Schützlinge. „Die Schießerei geht ja nicht nur über eine Viertelstunde“, sagt er. „Das Problem ist die Unvernunft, der Leute, die über Stunden schießen.“ Der Winter sei für die Vögel eigentlich eine Ruhezeit, in der sich die Nahrungssuche schwieriger gestalte. Der Stress durch Licht und Lärm treffe die Tiere in einer empfindlichen Phase. „Ich schieße nicht“, sagt Straub. Früher, als die Kinder noch klein waren, hat er für sie ein paar Raketen gekauft und sie in der Wohnsiedlung, nicht in freier Natur abgefeuert. Heute schaut sich der Vogelschützer aus Markt Schwaben das Spektakel lieber bei einem Mitternachtsspaziergang von einem schönen Aussichtspunkt an.

Wild "lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen"

Weitgehende Entwarnung gibt der Jäger Martin Otter für die Waldtiere. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Silvesterraketen für das Wild ein lebensbedrohliches Problem sind.“, sagt der Chef des Ebersberger Jagdverbandes. „Das ist weit weg und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen.“ Geschossen werde ohnehin vor allem in Siedlungen. „Da sind eher die Singvögel in den Hausgärten betroffen“, sagt Otter. Er hält es mit den Böllern wie der Vogelschützer Straub. „Ich schaue es schon an“, sagt der Kreisjäger. Aber selbst schieße er in der Silvesternacht nicht. „Da ist Krach genug.“

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