Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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Überragend: Andreas Lenz holte in Forstern 100 Prozent der Delegiertenstimmen. Viel Applaus bekam der CSU-Bundestagsabgeordnete unter anderem von Thomas Huber (l.) sowie von Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß und Umweltministerin Ulrike Scharf (v.r.).

CSU nominiert für Bundestagswahl 2017

100 Prozent für Lenz

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Landkreis -  „Wir wollen ein starkes Zeichen setzen.“ Diese Losung gab CSU-Wahlkreisvorsitzender Martin Bayerstorfer vor der Nominierung von Andreas Lenz zum Bundestagskandidaten aus. Es wurde ein sehr starkes Zeichen:  Der Frauenneuhartinger erhielt 100 Prozent der Stimmen.

Eine Legislaturperiode in Berlin und eine 30-minütige Rede hatte der 35-Jährige gebraucht, um alle Delegierten hinter sich zu bringen. Viel Applaus erhielt er für sein Bekenntnis: „Ich bin vollkommen gesund, ich bin topfit.“ Damit spielte er auf seine – überwundene – Krebserkrankung an, die Lenz mitten in Wahlkampf vor dreieinhalb Jahren ereilt hatte. Und er versicherte: „Ich werde mir keinen faulen Lenz machen.“ Angesichts der Kampfkandidatur im Frühjahr 2013 an gleicher Stelle bekannte er: „Es ist nicht so spannend wie damals, aber das ist mir auch lieber.“ Er sei in der Zeit gereift, wolle aber auch in der zweiten Amtsperiode „nur ein Gas kennen: Vollgas“.

Gegen die neue B15, für die zweite Stammstrecke

Ausführlich ging er auf seine Arbeit in Berlin und im Wahlkreis ein. Stolz sei er, alle Ortsumfahrungen der B 388 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans gebracht zu haben. „Die B15neu-Monstertrasse haben wir verhindert, beim Bahnausbau München-Markt Schwaben sowie bei der Lärmreduzierung der Güterzüge sind wir erheblich vorangekommen.“ Das gelte auch für die Flughafentangente Ost („Mittelfristig brauchen wir einen Ausbau auf gesamter Länge.“), die zweite Stammstrecke und den S-Bahn-Ringschluss. Lenz versprach: „Wenn es um unsere Belange geht, werde ich nicht locker lassen.“

Auf das Thema Flüchtlinge ging er ebenfalls ausführlich ein. „80 Prozent stimmen mit der CSU-Politik überein, 20 Prozent verlangen ein verbales Abrüsten im Umgang mit Angela Merkel. Als Volkspartei müssen wir diese Auffassungen zusammenführen“, verlangte Lenz. Bayern müsse sich nichts vorwerfen lassen. „Unsere Hilfsbereitschaft und Humanität sind einzigartig.“ Nun gehe es um die Integration der Migranten, die sich rechtmäßig hier aufhielten. Das heißt für Lenz: „Hier gilt unsere Hausordnung. Sie ist nicht verhandelbar.“ Die Situation sei nur dann zu bewältigen, „wenn wir die wieder heimschicken, die unberechtigt im Land sind. Denn je mehr wir aufnehmen, desto mehr werden kommen.“

"Ich will kandidieren, gerade weil es schwierig wird"

Über die AfD sagte Lenz: „Das ist keine Alternative.“ 80 Prozent der Menschen trauten ihr keine Lösungen zu. „Für Ordnung und Kontinuität steht die CSU.“ Lenz stellt sich auf harte Zeiten im Bundestag mit mehr Parteien ein. „Ich will kandidieren, gerade weil es schwierig wird.“

Zuvor hatte Bayerstorfer die Arbeit des Abgeordneten gelobt. „Er war in beiden Landkreisen präsent, hat laufend Erdinger und Ebersberger Themen in Berlin angesprochen und hat immer wieder erfolgreich den Kontakt zur Bundesregierung, sogar zum Kanzleramt hergestellt. Von der SPD und Ewald Schurer, so Bayerstorfer, „kam nur Wischiwaschi“. Seine Trilogie in der Flüchtlingsfrage: „Humanität, Begrenzung, Integration – und zwar in dieser Reihenfolge".

Kommentar: "Lenz erntet Früchte harter Arbeit"

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