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Bus in Grafing-Bahnhof. Die Anbindung gerade der ländlichen Gebiete an die S-Bahn wurde verbessert.

Öffentlicher Personennahverkehr

Nördlicher Landkreis wird besser an Ebersberg angebunden

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Landkreis - Deutliche Verbesserungen wird es in den kommenden Jahren beim öffentlichen Personen-Nahverkehr im Landkreis Ebersberg geben. Geplant sind zusätzliche Verbindungen und weitere Haltestellen. Das lässt sich der Landkreis einiges kosten.

Mit rund 1,3 Millionen Euro wird das Bus-Angebot im Jahr 2017 gestützt. Das sind um rund 120 000 Euro oder 9,2 Prozent mehr als im laufenden Jahr vorgesehen. Das beschloss jetzt der zuständige Umweltausschuss.

„Wir haben uns bemüht, Vorschläge der Gemeinden und der Fahrgäste Rechnung zu tragen“, sagte Landrat Robert Niedergesäß in der Sitzung. Die Anbindungen gerade des ländlichen Bereich an die S-Bahn seien verbessert worden. Auf seinen Vorschlag werde auch der Landkreisnorden besser an die Kreisstadt angebunden, so der Landrat. Dazu habe es einen Planungsdialog mit den betroffenen Bürgermeistern gegeben. So soll es unter anderem auf der Linie Ebersberg-Hohenlinen-Erding mehr Fahrten geben. Die Linie 446 Markt Schwaben-Anzing-Schwaberwegen-Ebersberg wird deutlich ausgebaut. Unter anderem sollen Lücken am Vor- und am Nachmittag geschlossen werden. Zudem ist eine zusätzliche Abendverbindung von Markt Schwaben nach Ebersberg und von Ebersberg nach Markt Schwaben geplant. Die MVV-Rufbuslinie 449 sowie das MVV-Ruftaxi 4460 sollen in das Gesamtsystem integriert werden. Die Veränderungen könnten zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 umgesetzt werden.

Als „Erfolgsmodell“ bezeichnete Niedergesäß die Linie 443, die zwischen Steinhöring, Abersdorf, Frauenneuharting und Traxl verkehrt. Diese Verbindung wurde probeweise im Dezember 2014 eingeführt. Es geht dabei auch um eine Anbindung an den Filzenexpress. Gab es anfangs nur 290 Fahrgäste im Monat, sind es aktuell fast 1500. Nun sollen auch zusätzliche Rufbushaltestellen in den Steinhöringer Ortsteilen Winkl, Lieging, Thailling, Kraiß, Dietmering und Zaißing eingerichtet werden.

Deutliche Verbesserungen soll es auch auf der Buslinie 440 Glonn-Moosach-Bruck-Alxing-Pienzenau-GrafingBahnhof geben. Es geht um die Anbindung der Meridian-Züge und der S-Bahn. Insbesondre am Nachmittag soll ein 30-Minuten-Takt erreicht werden. Zudem soll es eine zusätzliche Spätverbindung für Berufspendler aus Richtung München geben. Starten soll das neue Angebot bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016. Der Probebetrieb soll über zwei Jahre laufen. Danach wird wieder neu entschieden. Mehrkosten pro jahr: 86 000 Euro.

Vorgesehen sind zudem eine ganze Reihe kleineren Maßnahmen. So wird es auf der Linie 447 Grafing-Aßling an der evangelischen Kirche in Grafing eine zusätzliche Haltestelle geben. Auf der Expressbuslinie 441 Glonn-Neuperlach Süd wird bei den Fahrten von und nach Antholing eine Haltestelle Glonn-Altenheim eingerichtet. Zwischen Glonn und Zorneding (Linie 453) wird es zusätzliche Fahren geben.

Diskutiert wurde im Ausschuss eine Einsparmöglichkeit. Im laufenden Schuljahr gehen 163 Schüler aus Poing auf das Gymnasium Vater-stetten. Das ist für den Landkreis teuer, weil Busse organisiert werden müssen. Würden die Schüler das Gymnasium Markt Schwaben besuchen, könnte die Beförderung mit der S-Bahn erfolgen. Einsparung: 100 000 Euro. Das Thema wird weiter verfolgt.

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