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9420 Unterschriften zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes Ebersberger Forst wurden jetzt im Landratsamt an Landrat Robert Niedergesäß übergeben. 

Über 9000 Unterschriften übergeben

Petition fordert: Hände weg vom Ebersberger Forst

„Hände weg vom Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst!“ So lautet die unmissverständliche Forderung von Naturschutzvereinigungen aus dem Landkreis Ebersberg. Deren gemeinsame Petition wurde jetzt Landrat Niedergesäß und dem Kreistag übergeben.

Landkreis – Ludwig Seebauer, Vorsitzender einer der beteiligten Vereine und Initiatior der Petition: „Seit mehr als 50 Jahren ist es engagierten Bürgern immer wieder aufs Neue gelungen, den Ebersberger Forst in seinem uneingeschränkten Bestand zu schützen und zu bewahren. Verantwortungsvolle Politiker haben bereits Anfang der 1960-er Jahre den ökologischen Wert des Ebersberger Forsts erkannt und ihn geschlossen zum Landschaftsschutzgebiet erhoben. Die jetzt beabsichtigten großen Bauvorhaben im Bannwald würden alles zunichte machen. Dieses einzigartige Naturjuwel, Wurzel, Herz, Wahrzeichen und schützenswertes Erbe des Landkreises Ebersberg, würde unwiederbringlich zerstört.“

Es sei ein politisches Ausrufezeichen, wenn sich jetzt mehr als 9400 engagierte Bürger – davon 7000 aus dem Landkreis Ebersberg – wehren, sagt Seebauer, der Vorsitzender der Bürgerinitiative St2080 – Schwaberwegen und Moos ist. Gefragt nach dem politischen Gewicht der Petition schätzte er dieses wie folgt ein: „Wenn fast sieben Prozent aller Wahlberechtigten des Landkreises in dieser Form aktiv ihre Stimme erheben und sich verbünden, tun die Politiker und die Verantwortlichen in den Behörden gut daran, sich mit den Sorgen dieser vielen Menschen ernsthaft zu beschäftigen und den Willen der Wähler zu achten!“

Einfach zur Tagesordnung überzugehen, werde nicht funktionieren – es gehe auch um die Zukunft der Kinder. Gegen derartigen, menschengemachten Unsinn Widerstand zu leisten, sei Bürgerpflicht und werde sich an der Wahlurne fortsetzen.

Das Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst sei akut gefährdet. Derzeit seien Ortsumfahrungen im Bannwald bei Forstinning-Schwaberwegen und Kirchseeon, Windkraftanlagen im Kernbereich des Forstes sowie eine 60 000 qm Kiesgrubenerweiterung in oder in direkter Nähe von Flora-Fauna-Habitatgebieten (FFH) beabsichtigt. Weitere Eingriffe seien absehbar.

Bedeutsam ist der Ebersberger Forst laut Seebauer als Naherholungsmöglichkeit, Klimaanlage, Feinstaubfilter und Trinkwasserspeicher für die ganze Region. Der Forst bestehe seit über 200 Jahren in seiner jetzigen Form und Größe und sei das größte nicht-alpine zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Er sei alles andere als nur Wirtschaftswald, im Gegenteil weise er eine große Artenvielfalt sowie eine Vielzahl an Biotopen und Mischwaldbeständen mit über 100 Jahre alten Bäumen auf

Der Wortlaut der Petition „Hände weg vom Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst!“ kann im Internet unter www.openpetition.de/!ebersbergerforst oder den Seiten der beteiligten Naturschutzvereine nachgelesen werden. Dies sind die Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst, die Bürgerinitiative St2080 – Schwaberwegen und Moos, der Landesverband Vogelschutz LBV Ebersberg sowie der Landschaftsschutz Ebersberger Land.  

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