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Im Landkreis Ebersberg ereignete sich über die Feiertage eine Reihe von Einbrüchen. Die Polizei bittet um die Mithilfe der Bevölkerung bei der Tätersuche. 

Hauseigentümer in Vaterstetten aus dem Schlaf gerissen

Einbruchsserie erfasst Landkreis Ebersberg

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An den Feiertagen haben einige Bürger im Landkreis Ebersberg ungebetenen Besuch bekommen. Die Zahl der Einbrüche ist sprunghaft angestiegen. In mehreren Fällen blieb es beim Versuch, allerdings richteten die Unbekannten zum Teil nicht unerhebliche Schäden an. 

Landkreis – Die Fahndung nach den Tätern läuft. Die Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung. Die Tatorte sind über den ganzen Landkreis Ebersberg verstreut. Die Einbrecher schlugen in Markt Schwaben, in Landsham, in Vaterstetten, in Moosach, in Grafing und in Ebersberg zu. Erst vor Tagen hatte der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Günther Gietl, bei einem Empfang im Ebersberger Rathaus die Bevölkerung beruhigt, dass den Landkreis besonders sicher sei. Nur durch Zufall kam es über die Feiertage jetzt allerdings nicht zu Begegnungen zwischen Tätern und Einbruchsopfern. In einem Fall war auch ein öffentliches Gebäude betroffen.

Die Einbrüche im Einzelnen: Unbekannte drangen in der Zeit von Freitag, gegen 19.30 Uhr, bis zum Sonntag, 14 Uhr, in die Mittelschule am Gerstlacherweg 1 in Markt Schwaben ein. Der Hausmeister stellte am Sonntagnachmittag fest, dass eine Türe zum Pausenhof aufgehebelt worden war. Die Täter waren auch in dem Gebäude – nach ersten Feststellungen zogen sie jedoch ohne Beute wieder ab.

In Landsham versuchte in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine bislang unbekannte Person, in eine versperrte Gartenlaube im Schwanenweg in Landsham einzubrechen. Der Täter wurde vermutlich gestört. Er musste laut Polizei ohne Beute flüchten. „Es entstand jedoch ein Sachschaden von geschätzten 100 Euro“, berichten die Ermittler.

In Vaterstetten wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Hauseigentümer in der Tulpenstraße durch ein lautes Geräusch aus dem Schlaf gerissen. Der Mann sah nach und stellte fest, dass seine Haustüre offen stand. Nach Spurenlage hatten die Täter sie aufgehebelt, betraten aber das Gebäude nicht.

Erfolgreich waren die Einbrecher in einem weiteren Fall, in dem sich Sachschaden und Beuteschaden die Waage halten. Im Zeitraum von Samstag, 28. Oktober, gegen 0.30 Uhr, bis zum Dienstag, 31. Oktober, um 10 Uhr, brachen bislang unbekannte Täter in den Eisenbahnwaggon am ehemaligen Moosacher Bahnhof ein, der Jugendlichen als Treffpunkt dient. Die Ganoven entwendeten eine Dose, die etwa 50 Euro in kleinen Scheinen und Hartgeld enthielt. Bei der Blechdose handelt es sich um eine weihnachtliche Plätzchendose in der Hauptfarbe Rot.

Der oder die Täter waren dabei auf die auf der südöstlichen Seite des Waggons befindliche Terrasse gestiegen und hatten die Plexiglasscheibe der Türe mit einem unbekannten Gegenstand eingeschlagen. Der Sachschaden wird von der Polizei auf etwa 50 Euro geschätzt.

In der Zeit vom 26. Oktober um 8 Uhr, bis 29. Oktober um 16.30 Uhr, öffnete ein bislang unbekannter Täter mit brachialer Gewalt die Metalltür eines Lagerraums in Ebersberg, in der Wasserburger Straße. Unklar ist, ob der oder die Einbrecher bei ihrem Vorhaben gestört wurden, „oder kein Interesse an den gelagerten Gegenständen hatten“, berichten die Ermittler. Die Täter verließen den Tatort ohne Beute, verursachten aber einen Sachschaden in Höhe von ca. 1000 Euro an der Tür.

„Es ist davon auszugehen, dass beim gewaltsamen Öffnen ein enormer Lärm verursacht wurde“, vermuten die Beamten.

Am Samstag kam es in den Abendstunden zu zwei Wohnungseinbrüchen in Grafing: Gegen 19.15 Uhr wurde in der Pfarrer-Klug-Straße die Seitentüre eines Einfamilienhauses aufgehebelt. Dabei wurde die Alarmanlage ausgelöst und der oder die Täter flüchteten. Schaden 1000 Euro. Auch beim zweiten Fall gingen die Einbrecher leer aus. In der Münchner Straße wurde zwischen 18.15 und 23.30 Uhr eine Haustüre aufgehebelt. Dabei entstand nur geringer Sachschaden.

Etwa um dieselbe Jahreszeit war der Landkreis Ebersberg vor zwölf Monaten von einer Einbruchsserie heimgesucht worden. Damals ereigneten sich innerhalb kurzer Zeit 40 Taten. Ganz entscheidend zum Fahndungserfolg können aufmerksame Bürger beitragen, weshalb die Polizei um erhöhte Aufmerksamkeit und Hinweise auf die Täter bittet.

Wer zu den aktuellen Einbrüchen Angaben machen kann, wird gebeten sich unter den Telefonnummern (0 80 92) 82 68-0 an die Polizei in Ebersberg oder unter (0 81 21) 99 17-0 an die Polizeiinspektion in Poing zu wenden.

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