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Die Offene Behindertenarbeit macht mit öffentlichen Aktionen auf die Interessen der Menschen mit Handycap aufmerksam – unter anderem mit Aktionen wie hier im Ebersberger Einkaufszentrum.

Einfach teilhaben

Programm der Offenen Behindertenarbeit erscheint erstmals in „leichter Sprache“

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Landkreis - Ihr neues Programmheft hat die Offene Behindertenarbeit der Arbeiterwohlfahrt in den Landkreisen Ebersberg und Erding vorgestellt. Das Besondere: Es ist behindertengerecht in „leichter Sprache“ geschrieben. Hier lesen Sie was drinsteht. Ebenfalls in „leichter Sprache“.

Benedikt Siebler und Marilies Huber mit einem Vorabdruck des neuen Programmhefts. Der Titel „teilhabe jetzt“ ist sozusagen Programm.

„teilhabe jetzt“: So heißt das Programmheft, mit dem die Offene Behindertenarbeit (OBA) der Arbeiterwohlfahrt in den Landkreisen Ebersberg und Erding auf das wieder umfangreiche Programm für
Behinderte und teils auch deren Angehörige zwischen März und Juni 2017 aufmerksam macht. Erstmals erscheint die Terminsammlung aber in einem ganz anderen Konzept. Die 20-seitige Broschüre ist, und das ist eine echte Premiere, erstmals in sogenannter „leichter Sprache“ formuliert, also gezielt geschrieben und bebildert für Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen.

Die Grundidee dazu hatte Gerhard Schönauer, der Leiter der OBA, die ihren Sitz in Markt Schwaben in der Herzog-Ludwig-Straße hat. Dort kümmern sich seit November nunmehr vier hauptamtliche Kräfte um das Wohl behinderter Mitbürger in den beiden Landkreisen. Neben dem Leiter, Schönauer, sind das Silke Liebmann (Schwerpunkt Familienentlastende Dienste und Alltagsbetreuung), Marilies Huber (Öffentlichkeitsarbeit und Beratung) sowie Benedikt Siebler (Freizeit und offene Treffs).

Marilies Huber aus Anzing ist seit November neu bei der OBA, hatte aber zuvor schon ein paar Jahre bei der AWO gearbeitet. Die Juristin war zum Beispiel Schulbegleiterin für behinderte Kinder. Benedikt Siebler hat seine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger inzwischen abgeschlossen und gehört dem OBA-Team seit Juli als nunmehr fertige Kraft an. Die AWO kennt ihn seit viereinhalb Jahren.

Huber und Siebler waren es auch, die heuer an einer Fortbildung der Arbeiterwohlfahrt zum Thema „leichte Sprache“ in Bonn teilnahmen. Dort entstand auch der gemeinsame Wunsch, das Gelernte gleich einmal umzusetzen in einem konkreten Projekt. Es lag nahe, die mehrfach im Jahr aufgelegte Programmübersicht der OBA umzuarbeiten in eine behindertengerechte Terminsammlung. In den bisherigen Heftchen standen zwar viele Informationen, aber leicht lesbar waren sie nicht.

„Ein paar Wochen haben wir schon gebraucht, um das erste Programheft in leichter Sprache umzusetzen“, berichtet Marilies Huber, die mit dem Thema bis dato ebenso wenig Erfahrung hatte wie Benedikt Siebler. Im Rohentwurf ist die Terminübersicht inzwischen fertig. In den kommenden Wochen soll das Heft in Druck gehen und dann verteilt werden.

Schon jetzt sind die beiden Hauptverantwortlichen, die in Silke Liebmann und und Thomas Mahlgrab noch zwei weitere Helfer beim Texten hatten, gespannt, wie ihr Erstlingswerk bei den Menschen mit Behinderungen und den Angehörigen ankommen wird.

Mit freundlicher Unterstützung der OBA entstand übrigens der untenstehende Text, der bewusst in leichter Sprache geschrieben wurde und schildert, worum es inhaltlich in dem neuen Programmheft geht. 

Das neue Programmheft - erklärt in „leichter Sprache“

Hier steht ein Text über das neue Programmheft der Offenen Behindertenarbeitin „leichter Sprache“. Die Ebersberger Zeitung hat ihn geschrieben. Benedikt Siebler von der Arbeiterwohlfahrt in Markt Schwaben hat mitgeholfen:

Zum ersten Mal gibt es bei der Arbeiterwohlfahrt ein Programmheft in leichter Sprache. Marilies Huber und Benedikt Siebler haben gelernt, wie man so etwas macht. Dafür sind sie extra in Bonn in eine Schule gegangen. Das Heft ist schon fertig. Bald wird es gedruckt.

Hier stehen die Freizeit-Angebote

Danach werden die Hefte von der Offenen Behinderten-Arbeit verteilt. Im Januar ist es so weit. In dem Heft können Sie vieles nachlesen. Zum Beispiel: Welche Freizeit-Angebote es gibt. 

Es gibt auch wieder den Kegel-Club. Der Kegel-Club ist einmal im Monat. Bald gibt es auch wieder einen offenen Freitags-Treff. Dabei treffen sich Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung. Der Treff findet nach der Schule oder Arbeit statt. Dort spielen die Teilnehmer zusammen UNO. Oder Mensch ärgere dich nicht. Und unterhalten sich. 

Auch eine Reise ins Deutsche Museum ist geplant. Der Ausflug findet am 11. März 2017 statt. 

Am 1. April 2017 können alle Tanzen lernen. Ein Tanz-Lehrer zeigt wie das geht. Dazu treffen sich alle in der Tanz-Welt in Erding. 

Einen besonderen Spaß gibt es am 20. Mai. Dann besucht die Offene Behinderten-Arbeit das Dorf Valley. Dort kann man auf Kamelen reiten. Man kann auch Lamas oder Alpakas sehen. Oder Esel. 

Es gibt auch ein Angebot in eine Schokoladen-Fabrik zu fahren. Ein Mann oder eine Frau zeigt den Besuchern die Firma. Wie die Schokolade in die Form kommt. Der Ausflug findet am 29. April statt. Man darf dort auch Schokolade probieren.

Das steht noch in dem Heft

Im neuen Jahr gibt es noch ganz viele andere Angebote. Es ist immer etwas los. Deshalb lohnt es sich das Heft genau zu lesen. Dann kann sich jeder das aussuchen was ihm gefällt.

In dem Heft findet man auch die Telefon-Nummern der Mitarbeiter. Die Mitarbeiter kümmern sich um Menschen mit Behinderung. Und man kann lesen, was die Offene Behinderten-Arbeit alles macht.

Das macht die Offene Behinderten-Arbeit

Die Offene Behinderten-Arbeit kann man auch so schreiben: OBA. Die OBA Markt Schwaben ist für Menschen mit Behinderungen da. Im Landkreis Ebersberg und Erding. Und für Angehörige. Das sind Menschen aus der Familie. Zum Beispiel: Mutter, Vater, Bruder, Schwester, Onkel oder Oma. 

Die Offene Behinderten-Arbeit hilft behinderten Menschen. Sie sagt ihnen wie man Anträge ausfüllt. Dort können Sie auch Fragen stellen. Die OBA hilft auch bei Gesetzen. Und die OBA informiert über die Pflege und über die Gleich-Berechtigung. Und es gibt noch ganz viele andere Hilfen.

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