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Die Teilnehmer der Israelfahrt nahmen viele Eindrücke mit Nachhause, die noch lange nachwirken werden. 

Reise nach Israel machte Ebersberger Jugendliche nachdenklich

Mit allen Wassern gewaschen

EbersbergIm Morgengrauen steigen 25 junge Erwachsene aus einem Bus und betreten eine ungewohnte, karge Umgebung. Ein erster Moment der Begegnung mit Israel, wohin die Gruppe eine Reise mit der Katholischen Jugendstelle führt.

Intensive Befragungen und Gepäckkontrollen und ein Flug liegen hinter ihnen. Ein erstes orientalisches Frühstück und zehn Tage in einem vielschichtigen Land liegen vor ihnen. Viele der Mitfahrenden kennen sich noch kaum. Sie verbindet das Interesse für dieses „Heilige Land“. Eine Stunde später stehen sie oberhalb des Ölbergs und sind überwältigt vom Ausblick auf die Jerusalemer Altstadt. Diese Stadt, durch deren Gassen man sich wie in einer Zeitreise bewegt, wird sie in den nächsten Tagen in den Bann ziehen.

Die Teilnehmer der Fahrt tauchen weiter ein in dieses Land. Oder sind es eigentlich zwei Länder – Israel und Palästina? Auf jeden Fall ist das eine komplexe Frage und die Jugendlichen überlegen, wie das hier zur Zeit Jesu gewesen ist.

Das Thema Wasser begleitet sie, beim Einkaufen der Wasserflaschen, beim Salzbad im Toten Meer, an den tropisch anmutenden Wasserfällen im Wadi En Gedi, beim Schwimmen im See Genezareth oder am Ende im Mittelmeer am Sandstrand von Tel Aviv. Es ist ein Eintauchen und Abkühlen bei der allgegenwärtigen Hitze und Trockenheit. Und doch ist das Land so fruchtbar. Neben Mangos und Granatäpfeln wächst nicht nur der Pfeffer dort. Die Jugendlichen erleben die Widersprüchlichkeiten des Staates an der Grenzmauer in Betlehem mit den Graffitis, die nach Frieden und Freiheit schreien, im Gespräch mit der Anwohnerin, deren Haus innerhalb eines Tages mit zwölf Meter hohen Mauern eingekesselt wurde oder zu Gast im Kibbuz Degania. Etwas abseits des Trubels in den Kirchen, die die Stationen des Lebens Jesu markieren, findet die Ebersberger Gruppe immer wieder die Gelegenheit, miteinander zu singen und die passenden Stellen in der Bibel zu lesen. Es gibt diese ganz besonderen Momente – beim stillen Gebet an der Klagemauer, beim Innehalten, Singen und Schweigen auf der Wüstenwanderung Richtung Jericho, beim Teilen von Brot und Wein im Gottesdienst am Ufer des Sees Genezareth. Es war eine Reise mit allen Sinnen und eine, die nachdenklich machte.

Thomas Bergmeister

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