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Ist verwaist: Der Kiosk in Grafing-Bahnhof samt Fahrkartenverkauf ist seit Monaten geschlossen. 

Landtagsabgeordneter Thomas Huber (CSU) und Landrat Robert Niedergesäß (CSU) gehen in die Offensive

Ticketverkauf im Landkreis Ebersberg tot: Protestnote an die Bahn

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CSU-Landtagsabgeordneter Thomas Huber und Landrat Robert Niedergesäß machen Druck: Die Bahn soll den Ticketverkauf im Landkreis wiederbeleben.

Grafing – Der Ticket-Schalter in Grafing-Bahnhof ist seit Monaten zu, die Bahn sucht einen neuen Betreiber für den ebenfalls geschlossenen Kiosk. Keine befriedigende Situation für die S-Bahn-Kunden. Jetzt haben sich im Nachgang zu einer Berichterstattung in der Ebersberger Zeitung Landrat Robert Niedergesäß und der Grafinger Landtagsabgeordnete Thomas Huber (CSU) mit einem Schreiben an den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn, Klaus-Dieter Josef gewandt und um Abhilfe gebeten. Sie sind dabei nicht die Ersten.

Denn auch die Grafinger Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) hatte bereits am 3. November in dieser Angelegenheit Heiko Hamann kontaktiert, der bei der Deutschen Bahn für das Bahnhofsmanagement zuständig ist. Sie bekam eigener Auskunft nach aber nur eine ausweichende Antwort. Man werde sehen, hieß es sinngemäß auf ihre Anfrage, wann der Fahrkartenservice wieder aufgenommen werde.

„Die Entwicklung zeigt leider, dass das ServiceStore-Franchisekonzept für potentielle Interessenten nicht sehr attraktiv ist. Bereits vor vielen Jahren hat der Kiosk am Bahnhof Vaterstetten geschlossen und auch der Kiosk samt Fahrkartenverkauf am Bahnhof Ebersberg steht seit Langem leer“, kritisieren Niedergesäß und Huber in ihrem Schreiben an Josel. Die jüngste Hiobsbotschaft aus Grafing-Bahnhof treffe die Fahrgäste nun wie ein Schlag und es mache sich die Sorge breit, dass auch hier keine Lösung gefunden werden könne.

„Im gesamten Landkreis befindet sich damit einzig am Bahnhof Poing, S-Bahnlinie S2, ein Fahrkartenschalter bzw. voraussichtlich bald auch wieder in Markt Schwaben“, schildern Huber und Niedergesäß die aktuelle Situation.

Besonders fatal sei der jetzige Zustand für ältere Menschen, die auf den Fahrkartenverkauf am Schalter zwingend angewiesen seien. „Viele haben weder Zugang zum Internet, noch können sie den ohnehin nur eingeschränkten Verkauf von Fahrkarten an den teils kompliziert zu bedienenden Fahrkartenautomaten bewältigen.“ Niedergesäß und Huber fordern Josel auf zu prüfen, „wie der Fahrkartenverkauf im Landkreis Ebersberg in oben beschriebenem Sinne erhalten und gegebenenfalls verbessert werden kann.“

Immerhin sei der Landkreis der am stärksten wachsende in ganz Deutschland, argumentieren die beiden.

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