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Die Milchautomaten im Landkreis Ebersberg wie hier in Taglaching werden von den Kunden begrüßt. Sie kennen keine Öffnungszeiten.

Landwirte im Landkreis können aufatmen

Extrawurst für Milchtankstellen

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Die Milchtankstellen im Landkreis Ebersberg sind beliebt - aber nicht beim Gesetzgeber. Eigentlich verlangt das Eichrecht, dass für die einkaufenden Kunden ein Kassenbon ausgedruckt werden muss. Dazu sind viele Verkaufsstellen gar nicht in der Lage. 

Ebersberg - Im Landkreis Ebersberg haben in den vergangenen Jahren Landwirte so genannte Milchtankstellen auf ihren Höfen aufgestellt. Die Milchautomaten sind für die Bauern eine wichtige Möglichkeit der Direktvermarktung und erfreuen sich bei den Verbrauchern großer Beliebtheit.

Da die Milchautomaten dem Mess- und Eichgesetz unterliegen, müssten sie eigentlich nach dem Kauf einen Kassenbeleg ausdrucken. Die Vorgabe geht auf eine EU-Richtlinie zurück. Viele der bestehenden Automaten sind dazu aber nicht in der Lage. Eine Pflicht zur Umrüstung oder Ersatz dieser Anlagen hätte letztlich zur Schließung der Milchtankstellen geführt.

Der Bundesrat hat daher nun auf Druck Bayerns eine Ausnahmeregelung für bestehende Milchtankstellen beschlossen, informiert der Frauenneuhartinger Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz (CSU). Stichtag sei der 31. Dezember 2017. Milchautomaten, die vor diesem Datum rechtmäßig in Betrieb genommen wurden bzw. werden, bleiben von der Anforderung ausgenommen und müssen nicht umgerüstet werden. Wenn das also jemand vorhat, pressiert es. Aber Vorsicht: Lenz sagt lediglich, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sich dafür einsetzen wird, dass diese Ausnahmeregelung auch im Gesetz festgeschrieben wird. Sicherheit verspricht er mit dieser Formulierung nicht.

„Die gefundene Lösung ist sehr zu begrüßen. Auch ich persönlich habe mich auf Bundesebene für eine Ausnahmeregelung eingesetzt. Sie soll vor allem den kleinen bäuerlichen Betrieben helfen“, so MdB Lenz.

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