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Mehr Radwege sollen her: Das haben sich CSU und FDP auf die Fahnen geschrieben.

Vorschlag der Ebersberger Liberalen

Radler sollen runter von der Straße

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Radfahrer weg von der Straße auf eigene Wege! Das ist eine der zentralen Vorstellungen von FDP- Kreisrat Alexander Müller. Vor allem im südlichen Landkreis sieht er Bedarf, wenn es um die Anbindung von Freizeitzielen wie Steinsee und Kastensee geht. Es sei sehr gefährlich, wenn Radler und Lkw auf der gleichen Fahrbahn unterwegs seien.

Landkreis– In der gemeinsamen Kreistagsfraktion der Liberalen mit der CSU ist man sich einig, dass ein über die Landkreisgrenzen hinaus reichendes Verkehrskonzept notwendig ist. Man müsse auch in Richtung Rosenheim und Wasserburg denken. Das wurde beim Pressegespräch anlässlich der Halbzeit der Legislaturperiode deutlich. Eines der Haupthemen sei, den MVV zukunftsfähig zu machen, sagte CSU-Fraktionssprecher Martin Wagner. Die Strecke Grafing-Ebersberg müsse ausgebaut werden. „Aber ohne Auto wird es auch nicht gehen.“ Man brauche eine vernünftige Infrastruktur in jede Richtung. Wagner begrüßte den vierspurigen Ausbau der Flughafentangente. Einen Weiterbau nach Süden über die A 94 bei Markt Schwaben hinaus werde es jedoch nicht geben.

Müller, der selbst in der Gemeinde Baiern wohnt, sieht den zunehmenden Verkehr im südlichen Landkreis mit Bedenken. „Wenn die Autobahn dicht ist, dann ist in Glonn die Autobahn.“ Diskutiert werde darüber, bei Ortsdurchfahrten Tempo 30 Zonen einzurichten. „Bei Ortsumfahrungen wird es schwierig“, gibt sich Müller vorsichtig.

Neben dem Thema Verkehr ist für CSU und FDP im Kreistag die Bildung eine „große Baustelle“. Bei der geplanten FOS im nördlichen Landkreis habe es „einen Dämpfer gegeben“, räumte Wagner ein. Bei einer Probeeinschreibung hatten sich nicht genug Bewerber eingetragen. Das Projekt sei aber „nicht für die Ewigkeit auf Eis gelegt“, so Wagner. Gerade werde ein Masterplan für alle Kreisschulen erstellt. Auch wegen der Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums müsse erweitert werden. Weil Kirchseeon als G 8-Gymnasium gebaut worden sei, sieht Müller bei einer Erweiterung die bayerische Staatsregierung in der Pflicht.

Auch wegen der vielen Schulprojekte erwartet Wagner in den kommenden Jahren hohe finanzielle Belastungen für den Landkreis. Dabei müsse man darauf achten, dass nicht die Kommunen die Leidtragenden seien. Die Gemeinden finanzieren über die Kreisumlage den Landkreis.

„Wir haben die Klinik wieder auf sichere Füße gestellt“, hieß es von CSU und FDP zu einem für die Fraktion weiteren wichtigen Thema. Wagner sprach sich für neue Räume für die Krankenpflegeschule aus. Überlegungen gibt es in diesem Zusammenhang auch zu Kinderbetreuung und Altenpflege. In einem Punkt war die Fraktion nicht erfolgreich. „Bei der Kinderklinik bremst uns der Freistaat aus“, hieß es. Ansonsten ziehen CSU und FDP eine positive Bilanz ihrer dreijährigen Zusammenarbeit.

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