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Peter Augustin, Chef des Weißen Rings im Landkreis. 

Es geht um das Frauenhaus

Weißer Ring greift Landrat an

Scharfe Kritik an der Haltung des Landkreises Ebersberg im Zusammenhang mit Debatte um das Frauenhaus in Erding hat die Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ geübt.

Landkreis – Peter Augustin, Vorsitzender des Weißen Rings im Landkreis Ebersberg, wirft Landrat Robert Niedergesäß (CSU) vor, dass es sich die Politik zu einfach mache. Wie berichtet hatte der Landkreis Erding den Träger seines Frauenhauses gekündigt. An der Einrichtung ist auch der Landkreis Ebersberg finanziell beteiligt. Er selbst hat kein Frauenhaus.

Die Problematik einer mit ausreichenden Kapazitäten vorhandenen Einrichtung für misshandelte Frauen und deren Kinder sei ihm hinreichend bekannt, schreibt Augustin. Beim Runden Tisch, der mehrmals im Jahr beim Frauennotruf Ebersberg stattfindet, werde das leidige Thema stets diskutiert. Augustin: „Das Thema scheint die politisch Verantwortlichen nicht zu interessieren. Den Landrat habe ich dort noch nicht angetroffen.“ Bei allem Verständnis „für die Flüchtlinge, welche der Landkreis aufnehmen und für deren Unterbringung sorgen muss, fehlt mir dieses, wenn darüber hinaus keine Fluchtmöglichkeit für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen vorhanden ist“. Es werde dabei offensichtlich übersehen, dass immer mehr Frauen mit Migrationshintergrund um dementsprechende Hilfe ersuchen. Augustin: „Mich erreichen mehrmals im Monat Anrufe von betroffenen Frauen. Allerdings kann der Weiße Ring in diesen Fällen nicht für eine durchaus notwendige Unterkunft sorgen. Dies ist und bleibt originäre Aufgabe der Kommunen“.

Wenn Niedergesäß behauptet, dass das Angebot für hilfesuchende Frauen und Kinder aus dem Landkreis, „jederzeit gewährleistet ist“, entspreche das in den Auguen Augustins nicht den Tatsachen. Hier mache es sich die Politik zu einfach. „Für Flüchtlinge werden mit immensen Kosten Container und Traglufthallen errichtet, oftmals wegen Leerstand wieder abgebaut. Wohnungen, Hotels oder Pensionen angemietet. Wenn machbar, hat der Weiße Ring Umzugskosten in vierstelliger Höhe für die Opfer und ihre Kinder übernommen. Wie sollen Hilfsorganisationen, Helferkreise das verstehen? Wie den Opfern vermitteln?“, fragt Augustin.

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