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Die Landtagsabgeordnete Doris Rauscher (SPD) fordert den Freistaat und die Kommunen auf, mehr für bezahlbaren Wohnraum zu tun.

Wohnraum im Landkreis Ebersberg

"Es reicht vorne und hinten nicht"

Landkreis - Guter, bezahlbarer Wohnraum ist im Münchner Osten Mangelware – so auch im Landkreis Ebersberg. Der Staat unternimmt viel zu wenig gegen diese Entwicklung, sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Rauscher aus Ebersberg.

Wie hoch die staatliche Förderung von Wohnraum im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms in den vergangenen zehn Jahren im Landkreis ausgefallen ist, das wollte Rauscher von der bayerischen Staatsregierung wissen. Das Ergebnis war für sie höchst unbefriedigend. „Im gesamten Landkreis wurden 12 257 Quadratmeter Mietwohnraum gefördert. Der Fokus lag ganz offensichtlich auf der Förderung von Eigenwohnraum im Umfang von insgesamt 19 734 Quadratmetern.“

Bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von rund 70 Quadratmetern wurden demnach in den vergangenen zehn Jahren lediglich 175 Mietwohnungen und 282 Eigentumswohnungen gefördert – „obwohl die Wohnungsnot gerade auch in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat“, fasst Doris Rauscher zusammen.

„Trotz großen Handlungsbedarfs tut der Freistaat nach wie vor viel zu wenig, um die immer schwierigere Lage zu bekämpfen.“ Es sei erschreckend, „dass selbst in den Gegenden, die die Staatsregierung selbst als angespannte Wohnungsmärkte definiert hat, in den vergangenen zehn Jahren viel zu wenig staatliche Mietwohnraumförderung stattgefunden hat“, stellt die Abgeordnete fest.

"Der Freistaat  muss seine Anstrengungen deutlich verstärken"

„Der Freistaat muss seine Anstrengungen deutlich verstärken, um endlich ausreichend bezahlbaren Wohnraum in Bayern zu schaffen – gerade auch im Speckgürtel rund um München“, so Rauscher. Und auch die Gemeinden müssten ihrem Auftrag, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, gerecht werden und die staatlichen Zuschüsse voll ausschöpfen, fordert Rauscher – nur dann könnten Förderprogramme effektiv zur Verbesserung des Status Quo führen.

Um die Wohnraumförderung im Landkreis attraktiver zu gestalten, hat der Landkreis Ebersberg auf Initiative der SPD-Kreistagsfraktion zudem jüngst beschlossen, ein gemeinsames Kommunalunternehmen für den Wohnungsbau zu gründen. „Ich begrüße es sehr, dass dieser Beschluss fraktionsübergreifend getroffen wurde. Nun hängt es natürlich maßgeblich von den einzelnen Kommunen ab, diesen mit Leben zu füllen und bebaubare Grundstücke zu finden und einzubringen“, so Rauscher.

Auf Landesebene setzt sich die SPD nicht nur für eine Erhöhung der bayerischen Fördermittel im Wohnungsbau ein, sondern auch für stärker zielgerichtete Ausgaben. „Im Freistaat müssen in den kommenden Jahren dringend 100 000 bezahlbare Wohnungen gebaut werden“, fordert Rauscher.

„Die im Rahmen des Wohnungspakts Bayern von der Staatsregierung angestrebten 28 000 neuen Wohnungen reichen hingegen vorne und hinten nicht, um die Wohnungsnot zu lindern und dem Auftrag der bayerischen Verfassung, jedem Bürger angemessenen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, gerecht zu werden“, schimpft die Ebersberger SPD-Abgeordnete. ez

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