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Er könnte sich vorstellen, die Ebersberger zum Thema Nord-Südumfahrung zu befragen: Bürgermeister Walter Brilmayer bei der Bürgerversammlung.

Ebersberger Verkehr

Nord-Süd-Umfahrung wird wieder aktuell

Ebersberg - Die Stadt Ebersberg und ihre Ortsumfahrungen: Das ist eine lange Geschichte, die noch längst nicht zu Ende geschrieben ist. Jetzt geht es wieder um die Nord-Süd-Verbindung.

Die Ost-West-Umgehung wird nach jahrelangen Diskussionen mittlerweile verhältnismäßig gut angenommen – bauliche Mängel an einigen Stellen hin oder her. Was hilft es auch, der Asphalt ist gegossen. Das zweite Kapitel, das vor sechs Jahren vertagt worden war, heißt Nord-Süd-Umfahrung und kam auf der Bürgerversammlung wieder aufs Tapet.

Angesprochen wurde das Thema von Bürgermeister Walter Brilmayer selbst in Zusammenhang mit einer Verkehrszählung entlang der Eberhardstraße. Diese hat die Oberste Baubehörde im Bayerischen Innenministerium durchgeführt, nachdem Bürger sich bei der Fernsehsendung „Jetzt red i“ über zu viel und zu lauten Lkw-Verkehr beschwerten hatten.

Die Ergebnisse der Verkehrszählung durch den Freistaat, der für die Straße zuständig ist, lagen Bürgermeister Brilmayer bei der Bürgerversammlung noch nicht vor. Erfasst werden sollte auch der Mautfluchtverkehr. Nun plant die Stadt, ihr eigenes Messgerät an der Eberhardstraße aufzustellen. Die von der Stadt gewünschte Tempo-30-Beschränkung wurde laut Brilmayer von Polizei und Landratsamt mit dem Verweis abgeschmettert, dass man dort ohnehin nicht schneller fahren könnte. Aber auch ohne Ergebnisse konnte Brilmayer schon sagen, dass in seinen Augen grundsätzlich weder Flüsterasphalt noch sonstige Ertüchtigungen einen nachhaltigen Erfolg bringen könnten.

„Das wird das Problem nicht lösen“, sagte er. Eine langfristige Lösung müsse her, meinte er und sprach die notwendige Nord-Süd-Umfahrung an. Vor sechs Jahren hatte die Suche nach einer geeigneten Trasse die Stadträte entzweit. Während die Grünen gerne einen Tunnel unter der Innenstadt gegraben hätten, verwarfen alle Fraktionen die angedachten Lösungen im Westen und Osten der Stadt. Wenn die Stadt beim nächsten Staatsstraßenausbauplan, der voraussichtlich im Jahr 2020 aufgestellt wird, berücksichtigt werden will, müsse eine Einigung her, sagte der Rathauschef. Sonst werde für weitere zehn Jahre alles so bleiben wie bisher. Die Stadt müsse sich des Themas wieder annehmen. Er könne sich gut vorstellen, „dann den Bürger entscheiden zu lassen“, so Brilmayer.

Uta Künkler

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