1. Startseite
  2. Lokales
  3. Ebersberg

Ebersberger Schwimmbadwasser zu chlorhaltig

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Am Gebäude des Schwimmbads Ebersberg hat der Zahn der Zeit genagt.  Foto: Nikolai Deinert
Am Gebäude des Schwimmbads Ebersberg hat der Zahn der Zeit genagt. Foto: Nikolai Deinert

Ebersberg - Der Schwimmverein Grafing-Ebersberg informierte seine Vereinsmitglieder per Rundmail, die Besucher erfuhren es von einem Zettel an der Eingangstüre: Das Ebersberger Hallenbad war über das Wochenende überraschend gesperrt worden.

Der Grund für die Sperrung war ein technischer Defekt. Er ist inzwischen behoben, informierte Erik Ipsen von der Stadtverwaltung.

Freitagmittag hatte die Chlorüberwachung Alarm geschlagen. Die Konzentration des Desinfektionsmittels im Wasser wurde zu hoch. „Ein Defekt an der Chlormischanlage“, berichtet Ipsen. „Glücklicherweise befand sich zu der Zeit niemand im Bad.“

Der Vorfall sei jedoch nicht zu vergleichen mit einem Chlorgasunfall. „Da hätten wir sofort die Feuerwehr holen müssen.“ Inzwischen ist die Anlage repariert, sind die Werte im Wasser auf das vorgeschriebene Normalmaß zurück gesunken. Das Bad ist wieder geöffnet, die Stadt ist damit aber ihre Sorgen nicht los.

Derzeit wird der Gesamtbaubestand geprüft. Die Vereine und auch die Schule hoffen, dass das in die Jahre gekommene Schwimmbad erhalten werden kann, das zu einer Zeit gebaut wurde, als der Energieverbrauch eines Gebäudes noch nicht ganz oben auf der Agenda stand.

Zweck der Untersuchung ist es zu ermitteln, was die Generalsanierung des Hallenbades in etwa Kosten verursachen würde.

Der Ebersberger Stadtrat hat bereits mehrfach seinen politischen Willen erklärt, die beliebte Einrichtung zu erhalten, wenn die Sanierung finanziell einigermaßen darstellbar ist. Den Stadtvätern hat ihre Entscheidung dabei erleichtert, dass das Schwimmbad hervorragend angenommen wird.

„Wir haben eine sehr gute Auslastung“, sagt Ipsen, weniger durch den öffentlichen Besucherverkehr als vielmehr durch „die ganzen Vereine und auch die Schule“. Fest stehe aber auch, dass im Falle einer Sanierung „das Mauerwerk isoliert werden muss“. Wie die Bausubstanz selbst beschaffen ist, wurde zum Beispiel anhand von Bohrungen ins Mauerwerk eruiert.

Nach Information von Ipsen müssten im Falle einer umfangreichen Sanierung vermutlich alle Fliesen im Innenbereich des bades entfernt und durch neue ersetzt werden. „Wir warten aber jetzt zuerst auf das Gutachten.“ Wahrscheinlich im ersten Halbjahr 2012 werde sich der Ebersberger Stadtrat dann noch einmal mit der Sanierung - ja oder nein - befassen müssen.

Von Michael Seeholzer

Auch interessant

Kommentare