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Kinder können in Eglharting toben und spielen – das passt einem Anwohner nicht. Nicht nur am Schulgelände treibt es die Kinder bei dem Wetter nach draußen, auch der angrenzende Bolzplatz zieht die Kleinen an. 

Bürger fühlt sich belästigt

Weil Kinder spielen: Anwohner beschwert sich 

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Kein Scherz! Weil auf dem Außengelände der Grund- und Mittelschule Eglharting Kinder toben und auf Bäume klettern, meldet sich ein Anwohner zu Wort. 

Eglharting – Der Frühling treibt die Schüler der Grund- und Mittelschule Eglharting in die Natur. Es gibt am Außengelände einen Hartplatz, eine Laufbahn, einen Beachvolleyballplatz, Büsche und Bäume. Auch Kinder des AWO Kinderhorts spielen, toben und freuen sich dort. Doch ein Anwohner freut sich nicht. Er soll sich bei der AWO und bei der zweiten Bürgermeisterin der Marktgemeinde Kirchseeon beschwert haben. Die Kinder sollen laut sein und unbeaufsichtigt auf den Bäumen am Schulgelände klettern. Dadurch fühle er sich belästigt.

Über die Beschwerde des Anwohners ist Rektor Franz Kraxenberger informiert. Die Schule stehe in enger Kooperation mit dem AWO Kinderhort Eglharting, sagt er unserer Zeitung. Es handle sich um einen Zaunkonflikt eines Anwohners, der direkt angrenzend am Schulgelände wohne. „Ein unnötiger Konflikt“, wie Kraxenberger sagt. Dennoch will er deeskalierend agieren und den Fall nicht groß machen. In Absprache mit der AWO würden die Kinder erst einmal in anderen Bereichen am Gelände spielen.

„Damit muss man leben“

Kraxenberger hofft jedoch, dass es zu keiner zukünftigen möglichen „Einflussnahme des Nachbarn auf Schüler“ komme, sollte sich dieser weiter gestört fühlen. Was er sagen will: Die Schule wird auf etwaige Konfrontation des Nachbarn mit Schülern reagieren. Auf dem Gelände spielen Grund- und Mittelschulkinder zu festen Zeiten: mittags und nachmittags. Trotz mehrmaliger Anrufe erreichten wir die AWO für eine Stellungnahme nicht.

Tobende Kinder sind kein Problem! Der Kommentar unseres Autors 

Der Geräuschpegel an Schulen sei höher, sagt Natalie Katholing, Grünen-Gemeinderätin. Das sei normal. „Damit muss man leben.“ Zudem würden feste Ruhezeiten an der Schule eingehalten. Es sei ein positiver Geräuschpegel und wesentlich angenehmer als Straßenlärm, so die Gemeinderätin, die in der Nachbarschaft wohnt. Sollte das Thema im Gemeinderat landen, sehe die Grünen-Politikerin keine Mehrheit dafür, die Kinder nicht mehr draußen spielen zu lassen.

Das Thema ist noch nicht ganz im Rathaus angekommen

Die stellvertretende Bürgermeisterin Kirchseeons, Barbara Burgmayr-Weigt (CSU), konnte aufgrund einer Urlaubsreise zu dem Fall nichts sagen. Parteikollege und Bürgermeister Udo Ockel bestätigt, dass Burgmayr-Weigt mit dem Thema zu tun habe, er selber aber nicht.

Neben der Schule befindet sich das Quartier der Feuerwehr Eglharting. Der Kommandant Stefan Klotz sagt, dass er nichts von einer Belästigung spielender Kinder mitbekommen habe. Spielende Kinder sollten aber auch kein Problem sein, so Klotz.

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