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Hildegard Härtl mit Schützenjacke und Wettkampfgewehr.

Toller Erfolg für Eglhartiniger Seniorin kurz vor ihrem 90. Geburtstag

Endlich Schützenkönigin - mit 89 Jahren

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Eglharting - Hildegard Härtl aus Eglharting musste auf ihren sportlichen Erfolg lange warten, jetzt freut sie sich umso mehr. Mit 89 Jahren wurde sie Schützenkönigin.

Sie ist Späteinsteigerin, musste lange auf ihren großen Erfolg warten. Jetzt hat es Hildegard Härtl aus Eglharting geschafft. Sie wurde Schützenkönigin – und das mit 89 Jahren. Kurz darauf feierte sie ihren 90. Geburtstag. Der glänzende Wanderpokal steht nun im Flur ihres Reihenhauses. „Ich war öfter nahe dran“, erzählt die Seniorin. „Geklappt hat es aber nie.“

Jetzt also doch, und das trotz eines großen Handicaps. Härtl wollte den Wettbewerb nämlich mit der Pistole bestreiten. Doch die hatte einen Defekt. Härtl ist Linkshänderin, die Waffe ist speziell darauf ausgerichtet. Ein Ersatz war nicht aufzutreiben. „Mein eigenes Gewehr hatte ich nicht dabei.“ Also nahm sie das Gewehr ihres Sohnes, der ebenfalls im Wettbewerb stand.

Härtl ist in München aufgewachsen und Mitglied bei den Sportschützen Trudering. Seit der Verein keine eigene Anlage mehr hat, sind die Aktiven Gäste bei den Altschützen in Vaterstetten. „Die sind auch unser Patenverein.“ Dort wurde das Königsschießen veranstaltet. Gleichzeitig standen noch eine Reihe anderer vereinsinterner Wettbewerbe auf dem Plan. Sie brachten mäßige Ergebnisse für Härtl, die seit 1988 in Eglharting lebt. „Ich habe Siebener und Achter geschossen, nichts Besonderes“, erzählt sie mit blitzenden Augen. Vielleicht lag es ja auch an der ungewohnten Waffe. Die Pistole ist ihr sowieso lieber. „Beim Gewehr wackelt der ganze Körper, bei der Pistole nur der Arm. Da muss man warten, bis der ruhig ist und abdrücken.“ Ab 65 Jahren dürften aktive Schützen das Gewehr beim Wettkampf auflegen. „Aber das mache ich erst seit einem Jahr“, berichtet Härtl stolz.

Dann das Königsschießen. Die Seniorin hatte damit bis zum Schluss des Wettkampfs gewartet. „Es war mein letzter Schuss.“ Konzentration, Abdrücken, Treffer. Es war eine Zehn. „Nicht ganz in der Mitte, aber nahe dran.“ Danach hieß es warten, bis alle geschossen hatten. „Die meisten sind auch schon älter, wir haben keine eigene Jugend mehr“, bedauert die Seniorin. „Und ein bisschen Glück war es auch.“ Doch das schmälert ihren Erfolg nicht. „Ich bin schon stolz darauf.“

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