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Das Lagern von Holz ist auf den Parzellen der Egmatinger Gartensiedlung erlaubt.

Gartensiedlung bleibt Erholungsgebiet

Aus der Traum vom Bauland in Egmating

Aus ist’s und vorbei ist’s – mit dem Traum vom Bauland. Wer von den 33 Parzellenbesitzern der riesigen Egmatinger Gartensiedlung in Neuortshofen „Am Wiesenackerweg“ bis zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats noch immer spekulierte, dass aus seinem Stückchen Land doch noch Bauland werden könnte, dem ist jetzt die letzte Hoffnung genommen.

Egmating – Durch Änderung des Flächennutzungsplanes wurde das Gebiet bereits im Vorfeld als „Sondergebiet für gärtnerisch genutzte und der Erholung dienende Fläche“ deklariert. Nach dem Willen der Gemeinde soll diese Nutzung beibehalten und die künftige Nutzung mit einem einfachen Bebauungsplan geregelt werden.

Wenn dieser rechtskräftig wird, ist damit die Gesamtfläche des 3,69 Hektar großen Gebietes definitiv als nicht bebaubar fixiert. „Das ist keine Erschließung dieses Gebiets, sondern ein einfacher Bebauungsplan“, wies Bürgermeister Ernst Eberherr nochmals auf den Hintergrund der Änderung hin. „Die Fläche dient auch weiter rein der Erholung“, betonte er ausdrücklich.

Regine Müller vom gleichnamigen Planungsbüro stellte die Planung vor. Hier ein Auszug der Nutzungsmöglichkeiten: Holzlagern ist erlaubt, aber nur für den Eigenbedarf, Kleintiere dürfen gehalten werden, auch Hühnerhaltung ist zulässig, ebenfalls Weihnachtsbaumkulturen. Pro Parzelle, die mindestens 1000 Quadratmeter Fläche hat, kann jetzt ein Geräteschuppen (maximal 3 x 3 Meter Grundfläche) errichtet werden, für bestehende, kleinere Grundflächen gibt es Ausnahmen. Doch es gibt auch Auflagen: Nach den Bestimmungen desNaturschutzgesetztes müssen Sträucher und Büsche erhalten bleiben, freiwachsende Hecken sind zu pflegen und erhalten, Hecken dürfen zweimal im Jahr geschnitten werden.

Die Gartensiedlung Neuortshofen liegt im Außenbereich der Gemeinde und zudem in einem Wasserschutzgebiet der Zone IIIB. „Der Einsatz von Düngern, Pestiziden und Spritzmitteln ist nicht zulässig“, betonte der Bürgermeister. Die Gesamtfläche ist in 33 Parzellen mit Flächen von 599 bis 4000 Quadratmetern unterteilt. Werden Parzellen geteilt, dürfen diese einzeln nicht kleiner als 1000 Quadratmeter sein. Wohnwagen und Wohnmobile dürfen auf den Grundstücken nicht abgestellt werden, für Autos ist je Parzelle ein Stellplatz erlaubt. „Dies wurde hinzugenommen, weil die Autos bisher immer sehr dicht an der Straße standen“, wusste Eberherr.

Im Gespräch mit der EZ offenbarte er, warum die Grundstücksbesitzer so lange hofften, dass aus ihrem Stückchen Gartenland eines Tages doch Bauland werden könnte. „Die Gartensiedlung gibt es seit etwa 50 Jahren. Damals hatte ein Bauträger im Zusammenwirken mit der damaligen Gemeindeverwaltung Grundstücke im Außenbereich erworben. Obwohl sie wussten, dass die Parzellen im Außenbereich der Gemeinde liegen, erwarben 33 Personen die Grundstücke. Der Bauträger hatte ihnen versichert, dass das Gebiet Bauerwartungsland sei“, plauderte Eberherr aus dem historischen Nähkästchen. Der Begriff „Bauerwartungsland“ ist kein geschützter Begriff, wie etwa die Bezeichnung Bauland. 

Susann Niedermaier

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