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Hühner als Tempo-Bremse für Autofahrer? Bürgermeister Eberherr glaubt, dass das funktioniert.

Aufgebrachte Familien in Egmating

Eltern wollen Geschwindigkeitsüberwachung - Bürgermeister sagt: Haltet Euch doch Hühner!

Ernst Eberherr (CSU), Bürgermeister in Egmating, hat auf den Protest der Eltern reagiert, die sich für mehr Verkehrssicherheit einsetzen - mit einem kuriosen Vorschlag.

Egmating – Die Eltern setzen sich für die viel befahrene Route zwischen Neumünster und Münster für eine Geschwindigkeitsbegrenzung und einen Gehweg ein und fordern mehr Geschwindigkeitskontrollen im Gemeindeteil Neumünster.

Ernst Eberherr, Bürgermeister. 

„Das Thema beschäftigt mich seit fünf Jahren – es wurde zehnmal allein in den vergangenen zwei bis drei Jahren im Gemeinderat behandelt“, sagte Bürgermeister Ernst Eberherr der EZ..Den Vorwurf der Familien, er würde sie nicht ernst nehmen, wies er zurück. Derart gerast, wie dargestellt, werde auf der Strecke Münster/Neumüster nicht – er sei kürzlich dort erst mit dem Fahrrad gefahren. „Wir haben vergleichbare Situationen auf den Strecken von Egmating nach Lindach, von Lindach nach Münster und von Glonn nach Münster.“

Eberherr sagte zu weiteren Radarkontrollen in der 30er-Zone in Neumünster: „Hier gab es Radarkontrollen, da hatten vier Verkehrsteilnehmer Tempo 30 überschritten – das waren allesamt Münsterer. Die haben mich im Anschluss daran geschimpft wegen der Radarmessung und waren stinksauer auf mich.“

Eberherr: Schafft Euch Tiere an

Eine Idee hätte der Bürgermeister für die besorgten Neumünsterer: „Die könnten sich Tiere anschaffen, aber bitte verschiedene. Als der Lummerer Paul noch lebte, sind seine Goasn, die Hühner und der Stier ständig auf der Straße in Neumünster rumgelaufen, das hat als Geschwindigkeitsbegrenzung wunderbar funktioniert – die Autos bremsten alle ab, weil’s die Viecher nicht überfahren wollten.“

Lesen Sie auch: Egmatinger Eltern reicht‘s: Stoppt die Raserei!

Der Bürgermeister versicherte aber, dass er sich umgehend mit den Forderungen der Eltern befassen wird – als ersten Schritt will er noch in dieser Woche Kontakt mit der Kommunalen Verkehrsüberwachung aufnehmen, um die Situation zu besprechen. 

Susann Niedermaier

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