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Wasserversorgung aus dem Wald: Ein eigener Brunnen für Egmating

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Von: Helena Grillenberger

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Bürgermeisterin Inge Heiler und Ingenieur Helmut Putz auf dem Weg zum Brunnen im Wald, der die Gemeinde mit Trinkwasser versorgen soll.
Bürgermeisterin Inge Heiler und Ingenieur Helmut Putz auf dem Weg zum Brunnen im Wald, der die Gemeinde mit Trinkwasser versorgen soll. © Stefan Rossmann

Künftig soll die Wasserversorgung Egmatings durch einen eigenen Trinkwasserbrunnen erfolgen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 16. November, wurde der aktuelle Stand sowie das weitere Vorgehen besprochen.

Egmating – „Irgendwo zwischen nicht und bald Vater sein“, befinde man sich momentan noch, was die Brunnenbaupläne angeht, erklärte der Grafinger Ingenieur Helmut Putz in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Egmating, am 16. November.

Als „einen sehr schönen Punkt“ der Tagesordnung bezeichnete Bürgermeisterin Inge Heiler (ABE) die Besprechung der Versuchsbohrungen für den Brunnen, der Egmating bald mit Trinkwasser versorgen soll. Um das weitere Vorgehen zu erklären, war Ingenieur Helmut Putz nach Egmating gekommen: Anhand dessen, was die Probebohrung im August ergeben habe, könne man prognostizieren, wie viel Wasser der Brunnen mit größerem Durchmesser liefern würde, erklärte er. Noch gebe es einige Dinge zu klären – der Grundwasserspiegel müsse exakt ermittelt werden, beim Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim müsse man nachfragen, ob die vorgeschlagene Lage des Brunnens sinnvoll erscheint –, aber „wir haben da wirklich einen tollen Treffer gelandet“, so der Fachmann. Die Lage mitten im Wald sei hervorragend, weil man keine Einflüsse durch die Landwirtschaft auf das Wasser fürchten müsse.

Aber was ist mit dem Wasserschutzgebiet?, hakte Michael Egerland (ABE) nach. Ob der Golfplatz, der sich in unmittelbarer Nähe zum Wald befindet, da kein Problem bekomme?

Den genauen Streubereich, der bei fünf bis zehn Grad liegt, könne man erst nach der Stichtagsmessung festlegen, lautete die Antwort des Ingenieurs, wenn der genaue Grundwasserspiegel ermittelt wurde und die Strömungsrichtung bekannt ist. „Aber ich glaube nicht, dass da große Verschiebungen kommen“, so Putz weiter. An einer kleinen Stelle würden sich Golfplatz und Wasserschutzgebiet überschneiden, „aber Sie haben den Riesenvorteil, dass 95 Prozent des Schutzgebiets im Wald sind“.

Momentan bezieht Egmating sein Trinkwasser aus dem Oberpframmerner Brunnen. Der mögliche Zukunftsplan: Eine alternierende Nutzung der Wasserversorgung beider Gemeinden, „sodass das Wasser auch immer schön in Bewegung ist in den Leitungen“, so Putz.

Bis Ende des Jahres muss die Gemeinde Egmating nun außerdem dem Gesundheitsamt einen Maßnahmenplan vorlegen, z. B. wie verfahren werden soll, sollten im Trinkwasser Schadstoffe nachgewiesen werden. Dabei wolle man sich größtenteils am bestehenden Maßnahmenplan Oberpframmerns orientieren, so die Bürgermeisterin. Zudem müssen die in die Jahre gekommenen Materialien und Leitungsnetze der Gemeinde erneuert und instand gesetzt werden. „Das ist keine Empfehlung, wir müssen das machen!“, stellte Heiler klar.

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